USA 2017 Reisebericht

USA 2017

California Dreaming

 

Unsere Ferien kommen in grossen Schritten näher, und wir finden immer wieder neue Impulse für unsere Reise.

Gebucht haben wir schon im Februar wie immer, beim Reisebüro unseres Vertrauens: Chrisway St. Gallen.

Gewisse Eckdaten stehen nun schon.

Auch dieses Mal, leider ohne Kevin. Da er in der Lehre ist, hat er Berufsschule und muss zur Arbeit, daher kann er nicht mitkommen. Aber sein Vater wird ihm zur Seite stehen. Also können wir unbesorgt gehen.

Wir werden San Francisco am 14. September mit KLM anfliegen und am 6. Oktober von San Francisco wieder nach Hause. Wir haben einen SUV bei Alamo Cars gemietet und die ersten beiden Übernachtungen in San Francisco haben wir im Marina Motel an der Lombard Street gebucht. Ausserdem steht uns noch ein Highlight am Ende der Reise am 4. Oktober bevor, und zwar ein NHL Spiel in San Jose. Die San Jose Sharks gegen die Philadelphia Flyers. Und den Rest werden wir auf uns zukommen lassen.

Wir werden versuchen jeden Tag ein kleines Update zu schreiben oder einige Fotos zu posten, so dass ihr seht was wir gerade erleben.

Das Esta und Api ist gemacht, die Reiseunterlagen sind auch bereits gekommen und bereitgestellt. Viele Ausdrucke und Notizen sind gemacht. Die ungefähre Route steht und wurde mit Roadtripper geplant. Nun bleibt uns nur noch zu warten, und die Vorfreude auf viele schöne Erlebnisse und einen tollen Roadtripp.

 

Montag 11. September 2017

 

Das Wochenende haben wir damit verbracht, zu packen und noch diverse Sachen zu organisieren. Für Kevin so viel wie möglich vorzubereiten, damit er es möglichst einfach hat. Ausserdem beobachten wir das Wetter und die Waldbrände, die vor allem im Norden und in Kanada wüten. Ja, und nun müssen wir nochmals geduldig sein. Aber es ist ja absehbar.

 

Mittwoch 13. September 2017

 

Die Ferien sind nun da, Morgen soll es losgehen. Und ich habe bereits frei :-) so schön ...

Am Vormittag setze ich mich an den Computer und will das Online Check-In bei KLM machen. Komische Sache bei Roger geht alles wie gewöhnlich super gut, und bei mir gibt es Probleme. Seine Boardkarte und Gepäckschein kann ich ausdrucken, doch bei mir kommt eine Fehlermeldung, dies sei nur eine Bestätigung und ich soll am Automat die Boardkarte ausdrucken. Super fängt ja gut an ... eine leichte Vorahnung beschleicht mich. Wir haben ja eh nicht viel Zeit morgen früh, da unser Zug erst gegen halb sechs in Kloten ankommt und unser Flug geht schon um 7.00 Uhr. Naja wird schon klappen.

Für heute ist noch aufräumen und putzen angesagt, die Nägel mit dem obligaten USA-Anstrich auf die Ferien einstimmen und die letzten Kleinigkeiten packen.

Am Abend bestellen wir noch das Taxi auf 4.00 Uhr damit wir auch pünktlich am Bahnhof Gossau sind.

 

1. Tag Donnerstag 14. September 2017 Herisau - Zürich - San Francisco

 

Nun ist der grosse Tag da. Alles ist fertig gerichtet und gepackt und gestern haben wir uns schweren Herzens von Kevin verabschiedet.

Um 3.00 Uhr läutet der Wecker und wir sind sofort hellwach. Wir frühstücken noch in aller Ruhe und richten uns fertig, dann ist Abmarschzeit. Kurz vor 4.00 Uhr sind wir vor der Tiefgarage, wo auch schon unser Taxi auf uns wartet. Nun geht es Schlag auf Schlag. Um 4.39 Uhr fährt der Zug von Gossau nach Flughafen Zürich. Bei jeder Station steigen mehr Leute ein, und er wird voller und voller.

So gegen 5.29 Uhr ist er dann am Flughafen und wir begeben uns in den Checkin 2 zu KLM. Am Automaten kann ich meine Boardkarte dann auch ausdrucken und so gehen wir zum Drop off Schalter. Die Koffer verschwinden auf dem Band und wir nehmen die Boardkarten und wollen uns zur Sicherheitskontrolle begeben. Nach einem kurzen Blick auf die Boardkarten sieht Roger, dass ich ab Amsterdam einen anderen Sitzplatz in der Reihe 17 habe und er in Reihe 63 die wir eigentlich gebucht hatten ... also nochmals an einen Schalter und Nachhaken ... Die Auskunft von dem netten Herrn: Roger sitzt jetzt auch auf Reihe 17 neben mir. Und was ist aus unseren reservierten Plätzen geworden? Naja was solls ich nehme die zwei neuen Boardkarten und gehe weg, nochmals einen Kontrollblick auf die Karten, gibt es ja gar nicht, ich habe zweimal meine Karte bekommen, also gleiches Spiel von vorne. Dieses Mal klappt es, wir haben zwei verschiedene Karten mit nebeneinanderliegenden Plätzen. Nun müssen wir aber Gas geben, die Sicherheitskontrollen gehen schnell von statten, und wir gehen zu unserem Gate. Wir können direkt, ohne zu warten, in den Bus steigen, der uns dann zum Flugzeug fährt. Wir sind schnell komplett und eigentlich bereit zum Abflug ... da ertönt auch schon die Durchsage vom Piloten, der Flug hätte 20 Minuten Verspätung, da zu viele Flugzeuge auf eine Startfreigabe warten. Uns wird Angst und Bange. Wir haben ja in Amsterdam eh nur 1.5 Stunden Aufenthalt, und das ist schon knapp bemessen. Ob es nun wohl noch für unseren Anschlussflug reicht?

Es soll noch schlimmer kommen, endlich in Amsterdam gelandet, wird die Türe nicht geöffnet, wieder eine Durchsage vom Käpitän, er hätte leider keine Kontrolle über die Leute draussen, er hätte aber bereits die zuständige Stelle informiert, es werde so schnell als möglich etwas unternommen. Super das hat uns gerade noch gefehlt ... Wir sind auf Gate C 12 gelandet und müssen zum Gate F 3 quer durch den ganzen Flughafen.

Endlich geht die Türe auf und wir sind bei den Ersten, die den Flieger verlassen. Der Spiessrutenlauf hat begonnen. Wir müssen nochmals durch eine Passkontrolle, Gott sei Dank mit Schweizer (EU Pass) kann man Selfscanning machen, und dies geht ziemlich flott.

Am Gate hat das Boarding bereits begonnen, und eine lange Schlange steht bereits an. Wir stellen uns brav hinten an und sind froh, dass wir es noch geschafft haben. Endlich sind wir an der Reihe und wie könnte es anders sein, wir werden voll rausgezogen. Scheinbar müssen, seit Februar 2017, mindestens 50% der Fluggäste (bei Reise in die USA) nochmals geprüft und auf Sprengstoff untersucht werden. Das führt natürlich zu Verspätungen. Eigentlich macht es uns nichts aus, das gibt uns noch ein wenig Zeit für das Gepäck, das ja auch noch umgeladen werden muss ...

Beim Einsteigen stellen wir fest, warum wir plötzlich andere Sitzplätze haben, es ist nicht eine Boeing 747 wie eigentlich angekündet, sondern eine 777 Dreamliner. Naja, grundsätzlich spielt es ja keine Rolle. Die Beinfreiheit ist toll, und der Flug ruhig und entspannt. Das Essen ist gut, nur irgend etwas war im Essen, dass meine Allergie und damit meinen Ausschlag gefördert hat. Nach den 10 Stunden Flug sehe ich aus wie ein Dalmatiner.

Bis zuletzt hoffen wir eigentlich, dass wir einen Blick auf die Golden Gate erhaschen können, aber leider kommt kurz vor San Francisco, bereits beim Landeanflug, schon wieder eine Durchsage vom Kapitän. - Der Tower meldet, dass zzt. keine Kapizität zum Landen sei, deshalb müssen wir noch eine Stunde kreisen. Also wir können es kaum glauben. Naja wir haben ja Ferien was solls ...

Nach der Landung gehts zur Immigration, nach längerem Warten kommen wir endlich an die Reihe, alles läuft rund und wir dürfen einreisen. Also los, zum Gepäck. Es hat nur noch ganz wenige Koffer auf dem Band. Unsere sind nirgends zu entdecken. Ich frage einen Herrn vom Flughafen, ob da noch mehr kommen, er sagt nein und schickt uns zur Gepäckinformation. Hier stehen schon einige Leute, die alle das gleiche Problem haben, wir haben kein Gepäck, dieses steht noch in Amsterdam ...

Was für ein Tag !!! Die Dame hat bereits die beiden Ausdrucke von unserem Gepäck da, ich muss ihr nur noch die Kontrollabschnitte zeigen, meine Telefonnummer und die Hotel-Adresse mitteilen. Es soll morgen zwischen 16.00-19.00 Uhr direkt ins Hotel geliefert werden. Sie würden mich vorher anrufen. Also mit sovielen Hindernissen hatten wir zu Beginn unserer Reise noch nie zu kämpfen. Es kann ja nur noch besser kommen, davon sind wir überzeugt.

Wir gehen zur Autovermietung Alamo und machen eine kleine Aufzahlung und bekommen einen Dodge Durango. Leider kein 4x4 wie uns angekündigt wurde, aber für unsere Reise wird er seinen Dienst tun.

Nach diesem langen Flug haben wir noch Bewegungsdrang und fahren daher noch nicht direkt ins Motel, es ist ja auch erst 15.00 Uhr.

Wir fahren zur Legion of Honor einem Kunstmuseum, einem sehr eindrücklichen Bau und einer spektakulären Aussicht auf die Golden Gate Bridge. Für das Museum sind wir zu müde, aber hier herumzuspazieren macht auch Freude. Es wurde zu Ehren der gefallenen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg gebaut und beherbergt heute einen wahren Kunstschatz. Zudem gibt es gleich in der Nähe auch ein Holocaust Mahnmal.

Wir wollen noch ein wenig an den Strand, da es so schönes Wetter ist. Die Baker Beach ist wunderschön. Es hat viele Sonnenhungrige am Strand, und gerade nach diesem langen Flug ist es eine Wohltat die Beine zu vertreten.

Legion of Honor

Langsam spüren wir die Müdigkeit, trotzdem wollen wir der Baker Beach noch einen Besuch abstatten. Nach diesem langen Flug geniessen wir, es einfach angekommen zu sein. Ausserdem ist das Wetter einfach wunder-schön, und das wollen wir ausnutzen. Also geht es auf, zu der nahegelegenen Baker Beach.

Baker Beach

Der Spaziergang über den Sandstrand, war doch anstrengender als gedacht, und hat unsere letzten Kräfte aufgebraucht. Nun ist es Zeit um in unser Motel einzuchecken.

Vom ersten Augenblick sind wir von unserer Motelwahl begeistert. Das Marina Motel liegt in der Nähe des Presidio im Marina District. Für unseren Mietwagen hat es eine kleine kostenlose Garage - wie klappt man an einem Dodge die Aussenspiegel ein? - und der Innenhof ist voller Blumen. Sogar Kolibris fliegen herum. Das Motel ist aus den 50iger Jahren und versprüht sehr viel Charme. An der Reception ist das Personal sehr freundlich und hilfsbereit.

Da es noch früh ist, wollen wir nur ein kurzes Nachmittagsschläfchen machen, und später irgendwo was Essen gehen. Aber wie meistens, kommt es anders als man denkt.

Nach einer ausgiebigen Dusche, schlüpfen wir ins Bett und erwachen erst irgendwann in der Nacht kurz, und schlafen sofort wieder ein. Das Nachtessen fällt deshalb aus.

Marina Motel

2. Tag Freitag 15. September 2017 San Francisco

 

So gegen 4.00 Uhr sind wir hellwach, draussen ist es noch stockdunkel, ideal um Sonnenaufgangsfotos zu machen, also fahren wir los zur Golden Gate Bridge. Die Strassen sind "eher" leer und Stadtauswärts hat es praktisch keinen Verkehr. Noch bei absoluter Dunkelheit fahren wir über unsere Lieblingsbrücke. Irgendwie erscheint es uns fast unwirklich, kaum zu glauben, dass wir hier sein dürfen.Wir haben die Brücke ja schon aus diversen Perspektiven gesehen. Aber noch nie zu dieser Tageszeit, so früh am Morgen und mit dieser Beleuchtung. Unsere erste Fahrt führt uns über die Brücke zum Vista Point. Wir sind noch nicht mal die Ersten hier. Der Blick auf die Brücke, die noch schlafende Stadt, die Stille die hier zu dieser Zeit noch herrscht ... einfach unbeschreiblich schön. Dass muss man einfach einmal erlebt haben. Frühaufstehen lohnt sich auf jeden Fall.

Hier steht auch das Denkmal The Lone Sailor, mit Blick auf die Bay und San Francisco.

The Lone Sailor

Mit jeder Minute wird es heller und und klarer. Heute wird es einen schönen, sonnigen Tag geben, das lässt sich bereits erahnen. Unsere Mägen knurren, denn wir haben ja seit gestern Mittag im Flieger nichts mehr gegessen. Wir ignorieren dieses Gefühl, denn wir wollen noch auf die andere Seite in die Marin Headlands und zum Golden Gate Bridge Vista Point.

Nach diesem atemeraubenden Blick, lässt es sich aber nicht mehr ignorieren, wir brauchen was zu essen und zu trinken. Wir wollen unser Glück in Sausalito versuchen, irgendwo in der Nähe des Hafens bzw. Meeres. Es ist ja nicht weit bis nach Sausalito, zuerst fahren wir mal durch das malerische Städtchen und tatsächlich werden wir fündig. Am Bridgeway direkt am Meer liegt diese kleine Bäckerei mit Cafe, und sie hat tastächlich bereits offen. Wir können sogar (zu dieser Zeit noch kostenlos) direkt vor der Bäckerei parken. Es riecht fantastisch nach frischem Brot, Süssgebäck und ... Kaffee. Die Auswahl ist sehr gross, und es fällt uns gar nicht leicht eine Wahl zu treffen. Zuerst mal brauchen wir 2 grosse Kaffees und einen Orangensaft. Roger entscheidet sich für ein Omelett mit Spinat, Pilzen, Zwiebeln und Schinken und ich mich für Lachs Bagels. Dazu werden frische Früchte gereicht. Die Produkte werden direkt frisch gemacht, sind super lecker und dazu scheint uns kostenlos die Morgensonne ins Gesicht. Ferien, wir sind angekommen!

Frisch gestärkt, machen wir uns nun auf, den sonnigen Tag zu erkunden. Wir lassen das Auto stehen und schlendern durch Sausalito. Die Geschäfte haben zu dieser frühen Morgenstunde noch geschlossen, und es herrscht eine friedliche Atmosphäre. Wir machen einen Schaufensterbummel und schlendern danach dem Meer entlang.

Zu dieser Morgenstunde, ist Sausalito noch ein idyllisches kleines Städtchen, was sich im Laufe des Tages aber ändern wird, da dies, wegen der berühmten Hausboote, ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Wir geniessen die ruhige Atmospähre, lassen die schöne Promenade und den Ausblick auf Alcatraz auf uns wirken. Am Yachthafen gibt es viele riesige Yachten zu bestaunen. Gleich daneben ist das bekannte Restaurant Spinaker.

Wir wollen aber weiter ... zurück über die Golden Gate Bridge, führt uns der Weg zu unserem Motel, wo wir das Auto erst einmal abstellen. Da mein Handy aus irgendeinem Grund nicht richtig funktioniert, muss ich mich noch kurz bei der Gepäckstelle in Atlanta melden, und Rogers Nummer angeben. Laut KLM App ist unser Gepäck auf dem Weg zwischen Amsterdam und San Francisco. Wir sind ja gespannt, ob wir am Abend unser Gepäck bekommen.

Unser nächstes Ziel ist das Presidio, der Yoda Fountain und die Lobby der Lucas Film Ltd. Da dies unweit unseres Motels liegt, machen wir uns zu Fuss auf den Weg. Wir haben zwar die Adresse 1 Letterman Drive, aber hier im Presidio ist es nicht ganz ersichtlich wo genau dieser Brunnen ist.

Das Presidio ist ein historischer, ehemaliger Militärstützpunkt der Army, und ist heute Teil der Golden Gate National Recreation Area und steht unter der Nationalpark Verwaltung. Es ist sehr grün, die Gebäude sind zum Teil vermietet, und man hat immer wieder einen tollen Blick auf die Golden Gate Bridge oder den Palast of Fine Arts. Hier macht man ordentlich Kilometer und wir haben diesen verflixten Yoda Brunnen noch immer nicht gefunden. Wir versuchen es mit dem Handy und Google Maps. An einem Starbucks Coffee Shop machen wir eine wohlverdiente Kaffeepause und nutzen das Gratis Internet um uns nochmals genauer zu orientieren, und wir stellen fest, wie könnte es auch anders sein, der Yoda Brunnen muss ganz in der Nähe sein. Im Starbucks hat es mega coole Tassen, denen ich einfach nicht wiederstehen kann, die ersten Souvenirs 2017 sind gekauft ... check !

Nach dieser kleinen Stärkung stellen wir fest, dass wir wirklich fast beim gesuchten Brunnen sind, und dass wir fast am Anfang unserer Suche daran vorbeigelaufen sind.

Palast of fine Arts

Gleich hinter dem Yoda Fountain ist der Eingang zu den Lucas Arts Ltd. Wir treten in die Lobby ein und sind erst ein wenig unsicher, ob diese Lokalität öffentlich ist. Aber wir werden sehr freundlich begrüsst und sogar zum fotografieren aufgefordert. Leider gibt es keinen Souvenir Laden und ansonsten kann man nichts besichtigen. Aber die Lobby mit all den bekannten Figuren ist für einen Star Wars ein absolutes Muss.

Nun spazieren wir wieder zurück zum Motel, wir wollen nun mit dem Auto weiter. Da es ja nicht unser erster Besuch in San Francisco ist, haben wir uns einige Orte ausgesucht, die nicht so von Touristen besucht werden, und die wir noch nicht gesehen haben. Die Tipps haben wir aus dem Buch 111 Orte in San Francisco die man gesehen haben muss. Grundsätzlich könnte man Tage in dieser tollen Stadt verbringen, aber wir haben ja dieses mal nur zwei Tage zur Verfügung.

Wenn man so durch den Marina District schlendert kann man einige interessante Strassen und Häuser sehen. Hier wird uns, einmal mehr, bewusst wie steil die Strassen von San Francisco wirklich sind.

Aber jetzt wollen wir uns erst einmal die berühmte Mission Dolores ansehen. Mit dem Verkehr lässt es sich leben, wir kommen gut vorwärts. Unser Tom Tom leistet hier in der Grossstadt wirklich gute Dienste.

Die Mission Dolores ist das älteste, erhaltene Bauwerk in San Francisco, und die sechste Spanische Mission welche als Teil des El Camino Real in Kalifornien 1776 gegründet wurde.

Ganz in der Nähe, in einer Querstrasse, finden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz. Hier können wir das Auto für 1.5 Stunden stehen lassen, also wirklich ideal.

Man betritt die Basilika durch einen Seiteneingang beim Geschenkeladen und bezahlt $7.00 pro Person Eintritt.

Der Weg führt zuerst in die kleine Kappelle. Sie ist relativ einfach gehalten, und die Ornamente auf der Seite sind nur aufgemalt, wirken aber dreidimensional. Es gibt einen Seitenaltar, wo scheinbar schon Papst Johannes Paul II gebetet hat, und den sehr reich verzierten Hauptaltar mit viel Gold und Heiligenfiguren.

Modell der ursprünglichen Mission

Rechts führt eine Türe nach draussen, in eine Art offenen Zwischengang, hier geht es entweder Richtung Friedhof, oder man betritt die eigentliche Basilka, wofür wir uns erstmals entscheiden.

Wir sind zur Zeit fast die einzigen Besucher hier, es ist sehr friedlich und still, und man würde nie denken, dass man in einer Grossstadt ist. Die Basilika ist sehr prächtig und lichtdurchflutet, sie wurde zwischen 1913 und 1926 gebaut. Es gibt sehr viele wunderschöne Glasfenster, darauf sind unter anderem der Schutzpatron Franziskus und die 21 Missionen Kaliforniens abgebildet.

Heiliger Franziskus Schutzpatron

Nachdem wir uns in aller Ruhe umgesehen haben, geht es weiter durch ein kleines Museum zum alten Friedhof im hinteren Teil des Geländes. Tausende kalifornische Indianer sind hier begraben, darunter auch konvertierte Indianer der Miwok- und Ohlone Stämme. Einst hatten sie die Mission gebaut ... manche sogar freiwillig, aber die meisten unter Zwang.

Auf den Grabsteinen sieht man verschiedene Namen, und diese spiegeln die Geschichte Kaliforniens wieder. Hier ruhen zb. Mexikaner wie der erste mexikanische Gouverneur Francisco De Haro aber auch englische oder irische Immigranten, die während des Goldrausches verstarben.

Nachbau einer Hütte der Miwok Indianer

Auf dem Friedhof steht eine Hütte zum Gedenken an über 5000 tote Indianer der Ohlone und Miwok Indianer die zwischen 1814-1826 an Masernepidemien, hier in der Mission starben. Wir haben den Aufenthalt hier sehr genossen, und wieder viel interessantes gelernt und gesehen. Schön wenn man in einer vielbesuchten Stadt wieder etwas Neues findet. Gerade hier in San Francisco gibt es viel zu entdecken und zu sehen. Also zieht es uns nun weiter. Der Vorteil daran so früh am Morgen aufzustehen ist: man kann sich sehr viel anschauen. Unser nächstes Ziel ist die Vermont Street sie ist die gewundenste Strasse der Welt, und verläuft am Protero Hill und hat 7 Serpentinen, sie ist die unbekannte kleine "Schwester" der Lombard Street. Die genaue Adresse ist, Vermont Street zwischen 20th und 22th Strasse. Es ist ebenfalls eine Einbahnstrasse, und wir sind sie gleich zweimal gefahren.

Auf der Fahrt dorthin, fahren wir immer mal wieder einen Hügel hinauf, oder hinunter, zum Teil sind die Strassen so steil, dass die Autos quer zur Strasse parkiert werden müssen, halt typisches San Francisco Feeling, vorbei fährt man an viktorianischen Häusern, Feuerwehrwachen und immer wieder haben wir die unglaublich schöne Skyline von San Francisco vor uns.

Vermont Street

Ein weiteres Highlight, dass wir uns aus dem obengenannten Buch rausgepickt haben, ist die Moraga Street Steps. Diese wunderschöne Mosaik Treppe besteht aus 163 Stufen, die scheinbar, vom Ozean in den Himmel führen. Über 300 freiwillige Helfer arbeiteten an diesen reich verzierten Mosaiken und so konnte dieses Kunstprojekt 2005 fertiggestellt werden. Auch hier haben wir in der näheren Umgebung einen gratis Parkplatz bekommen und konnten uns nun an die Ersteigung machen. Was uns aber aufgefallen ist, überall in der Nachbarschaft hatte es Warnschilder, das Autos wegen der Wertgegenstände, die Touristen drinnen lassen, aufgebrochen werden. Wir hoffen natürlich, dass wir unser Auto später im selben Zustand wiederfinden, wie wir es verlassen haben.

Morage Street Steps

Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend, aber er lohnt sich definitiv. Jede Stufe ist anders und wunderschön gestaltet. Es fängt unter dem Meer mit Fischen an, dann windet sich die Treppe immer höher hinauf, über den Wasserspiegel zu den Blumen bis nach oben zu der Sonne. Wenn man stehen bleibt und unter sich die Stadt sieht, hin bis zur Golden Gate Bridge und dem Meer, sind Verschnaufpausen ein absolutes Muss.

Oben angekommen, wenden wir uns nach rechts, dort hat es eine Holztreppe, nicht ganz so prunkvoll, aber auch einen Besuch wert ist, denn diese führt zum Grandview Park. Der Name ist Programm und sagt schon alles! Ganz San Francisco liegt vor einem. Hier hat es noch weniger Touristen, denn die meisten gehen höchstens die Morage Street Steps hoch, wenn überhaupt. Hier oben, sind vor allem die Einheimischen. Wir können sogar den nahegelegenen Twin Peaks sehen, der steht später auch noch auf unserem Tagesprogramm.

So macht Sightseeing wirklich Spass, und wir nehmen uns die Zeit, die es braucht, denn wir wollen nicht nur von einem Highlight zum andern hetzen.

Grandview Park San Francisco

Die Twin Peaks sind nicht weit entfernt, nicht einmal 3 Meilen von hier, nur ca. 10 Minuten mit dem Auto. Obwohl wir auch schon dort waren, wollen wir uns diesen Ausblick auch heute nicht entgehen lassen.

Der Verkehr ist auch nicht so schlimm. Obwohl er kurz vor der Hügelauffahrt zu den Twin Peaks starkt zunimmt. Vor allem grosse Tourbusse sind hierher unterwegs. Trotzdem finden wir sofort einen Parkplatz. Was uns sofort auffällt ist, das auch hier die Schilder stehen, das die Autos aufgebrochen werden, und überall viel Abfall und Müll herumliegt, was wir doch ziemlich schlimm finden.

Die Twin Peaks sind mitten im geografischen Herzen von San Francisco und bei gutem Wetter hat man eine wunderschöne Rundumsicht auf die ganze Stadt. Es sind Zwillingsgipfel mit einer Höhe von 276 und 277 m. Man sollte sich immer warm anziehen, da es immer mal mehr oder weniger stark windet, besonders im Sommer, wenn dann noch Nebel dazukommt, kann es recht kühl werden. Doch dies ist heute nicht der Fall.

Twin Peaks

Der Trubel hier wird uns sehr schnell zu viel, also fahren wir durch den Presido Park Richtung Fort Point.

San Francisco ist wirklich toll und fasziniert uns immer wieder aufs Neue. Es geht über Hügel, an wunderschönen Gebäuden, und immer wieder grünen Oasen, wie z.b. dem Presidio Park, vorbei. Wo wir am Inspiration Point Overlook einen kurzen Stopp einlegen, bevor es weiter zum Fort Point geht. Hier oben sind wir fast alleine und man kann von hier auf Alcatraz und die Bay sehen.

Inspiration Point Presidio
Pelikane im Flug
Fort Point

Wir waren bereits 2009 im Fort Point National National Historic Site, deshalb ist es nicht so schlimm, das er bereits geschlossen ist. Es ist ein wirklich alter und historischer Ort, der einen Besuch auf alle Fälle wert ist.

1776 hisste der spanische Oberst Juan Bautista de Anza an der Stelle des heutigen Forts die spanische Flagge mit dem Auftrag, eine militärische Befestigung zum Schutz des nördlichsten Punktes des damaligen Vizekönigreich Neuspanien zu bauen, und legte damit den Grundstein für die Siedlung San Francisco. 1794 war das „Fort San Joaquim“, erbaut aus Adobe-Lehmziegeln und mit neun bis dreizehn Kanonen bestückt, fertig und diente als Sicherungsposten für das Presidio in der benachbarten Bucht. Der Bauplatz lag damals auf einer Felsklippe aus Kalkstein. Mehr über die Geschichte kann man auf Wikipedia lesen.

Da der Nachmittag schon recht fortgeschritten ist, wollen wir weiter Richtung Treasure Island, wir wollen von da aus noch den Sonnenuntergang beobachten. Es geht noch einmal durchs Presidio diesmal vorbei am San Francisco National Cemetery. Hier im Presidio gibt es wirklich wunderschöne Plätze und man könnte tagelang auf Entdeckungsreise gehen.

San Francisco National Cemetery

Wieder geht es weiter entlang der schönen und zum Teil alten viktorianischen Häusern bis es dann auf die Baybridge- Oaklandbridge geht und von dort aus bis nach Treasure Island.

Ein wunderschöner Tag neigt sich dem Ende zu und wir werden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang auf Treasure Island belohnt. Wir lassen noch einmal den tollen Tag Revue passieren, die vielen tollen Eindrücke und die neuen und die bereits bekannten Ecken die wir heute entdecken durften. Wir geniessen das Glück hier zu stehen und einfach sein zu dürfen.

Inzwischen ist es dunkel geworden, und wir beschliessen zu unserem Motel zurückzukehren. Die Fahrt geht durch die Häuserschluchten zurück ins Motel.

In der Lobby können wir nun unser ersehntes Gepäck in Empfang nehmen, welches am Nachmittag von KLM hergebracht wurde.

Inzwischen sind wir so hungrig, dass wir beschliessen zuerst etwas essen zu gehen. Wir lassen das Auto stehen und gehen in einen kleinen Imbiss. Bei einer leckeren Pizza und einem Bier lassen wir den Tag ausklingen.

Danach brauchen wir unbedingt eine Dusche und endlich saubere Kleider, bevor wir totdmüde ins Bett fallen.

3. Tag Samstag 16. September 2017 San Francisco - San Rafael

 

Auch in der zweiten Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Wir sind aber auch wieder sehr früh wach, und wollen uns nochmals den Sonnenaufgang über der Golden Gate Bridge ansehen, der uns gestern so verzaubert hat. Irgendwie sind wir traurig, dass wir heute diese interessante und faszinierende Stadt schon wieder verlassen müssen. Aber wir haben ja schon die nächste Nacht in San Rafael im Hotel Marin Lodge gebucht.

Wir lassen unser Gepäck noch im Motel, denn wir wollen nachher nochmals kurz ins Motel um Zähne zu putzen.

Es hat Stadtauswärts wieder nicht viel Verkehr und wir kommen gut vorwärts.

Dieses Mal geht es direkt zu den Marina Headlands.

Auch der heutige Sonnenaufgang ist einfach unglaublich schön. So lohnt sich ein Frühaufstehen auf jeden Fall. Wir können uns kaum sattsehen. Hier eine kleine Auswahl der Bilder.

Man merkt dass es Wochenende ist, denn es hat auch viele Velofahrer die auch schon um diese Zeit in den Headlands unterwegs sind.

Wir fahren durch die Headlands und dann weiter nach Sausalito, wir wollen wieder in der Bäckerei von gestern frühstücken. Wir finden einen kleinen Tisch draussen und lassen uns die Sonne auf das Gesicht scheinen. Was für ein schöner Tagesanfang, auch heute ist das Essen fantastisch. Wir nehmen uns noch Muffins als Zwischenver-pflegung mit. Denn es ist ja immer gut, etwas dabei zu haben.

Entlang des Meeres fahren wir aus Sausalito heraus, und nehmen einfach mal den Abzweiger zum Point Cavallo, denn da waren wir ja auch noch nie.

Point Cavallo

Über die Golden Gate Bridge geht es wieder zurück in die Stadt. Die Mautgebühren werden später direkt via Alamo über die Kreditkarte abgerechnet, dies wurde uns bei der Übergabe des Mietwagens mitgeteilt. So ist das super einfach gelöst.

Der nächste Stopp ist auf der anderen Seite beim Golden Gate Bridge Welcome Center. Wir finden sofort einen Parkplatz und spazieren Richtung Brücke. Wir sind gespannt, ob unser Liebesschloss (von 2014) noch an seinem Platz hängt. Zu unserer Enttäuschung wurde es entfernt, was auch irgendwie verständlich ist ... Seufz :-(

Man merkt, dass es Samstag ist, denn es hat viel mehr Leute als die letzten zwei Tage. Ausserdem findet ein Marathon oder so etwas statt, denn viele Läufer und Radfahrer sind auf der Brücke unterwegs. Von der Brücke aus, kann man super auf die Stadt und die Hafeneinfahrt sehen, von weitem können wir sogar einen Wal beobachten. Leider konnten wir ihn nicht fotografieren, weil er immer nur kurz auftaucht. Dafür kommt ein Feuerwehrboot und spritzt Wasser aus den Wasserkanonen. Das ist vielleicht ein Spektakel, ob die wohl für die Fleet week üben, welche in 3 Wochen stattfinden wird?

Es zieht uns weiter, wir wollen uns doch noch ins Touristengetümmel stürzen und dem Pier 39 einen Besuch ab-statten. Wir fahren durch die Strassen von San Francisco geniessen das Auf und Ab. Die Lombardstreet darf natürlich auch nicht fehlen.

Die Lombardstreet ist ein Teil des Highway 101 und wurde bekannt als die kurvenreichste Strasse der Welt.

Lombardstreet

Wir parken in der Pier 39 Garage, von dort führt eine Fussgängerüberführung direkt an den Pier 39. Wir Essen im Hard Rock Cafe direkt am Pier zu Mittag, und kaufen noch einen neuen Pin für Kevin's Sammlung. Danach schlendern wir durch die Geschäfte und kaufen uns einige kleine Souvenirs. Die grösste Attraktion aber sind nach wie vor die Kalifornischen Seelöwen, die sich die Anlegestellen unter den Nagel gerissen haben.

Wir haben relativ schnell genug von dem Trubel und wollen aus der Stadt. Das Parkhaus hat horrende Preise, aber das haben wir ja im Voraus schon gewusst. Entlang dem Marina Blvd. mit Blick auf die Bay und den Yachthafen, fahren wir wieder Richtung Golden Gate. Auf den Grünflächen wird Fussball gespielt, es sind Marathonläufer und Velofahrer unterwegs, sowie die berittene Polizei.

Ein letztes Mal über die Brücke und dann in die Marin Headlands Richtung Point Bonita, den wir diesmal besichtigen wollen.

berittene Polizei

Ja, direkt nach der Golden Gate Bridge beginnen die Marin Headlands, die ebenfalls unter Nationalpark-Verwaltung stehen. Eine wunderschöne Wildnis so nahe an dieser grossen Stadt. Man hat tolle Vistapoints mit Blick auf die Brücke oder die dahinterliegende Stadt. Viele ehemalige Bunkeranlagen laden zur Besichtigung ein und viele schöne Trails wollen erwandert werden. Es hat sicher für jeden Geschmack etwas dabei.

Eigentlich wollten wir ja noch ins The Marine Mammal Center, leider hat es eine geschlossene Gesellschaft, und der Besuch ist zzt. nicht möglich. Ich bin per Zufall auf diese Organisation gestossen, die von Spenden lebt und sich für Meeressäugetiere einsetzt, die krank oder verletzt sind, oder Jungtiere die ohne diese Organisation keine Überlebenschance hätten. Diese Tiere werden später wieder ausgewildert.

Dafür geht es Richtung Point Bonita Lighthouse. Wir waren schon ein paar mal hier, aber immer zum falschen Wochentag oder zur falschen Zeit, oder der Leuchtturm war aus anderen Gründen geschlossen. Auf der Homepage kann man sich über die aktuellen Öffnungszeiten informieren.

Auf dem Weg zum Leuchtturm, haben wir doch tatsächlich Kalifornische Schopfwachteln gesehen, scheinbar ein eher seltener Vogel wie mir ein Hobbyornithologe gesagt hat, der wegen der Vögel ganz aus dem Häuschen ist. Und es jedem, ob er es wollte oder nicht, sein Wissen mitteilt ... so was findet man auch nur in den Staaten ... :-)

Kalifornische Schopfwachtel
Point Bonita

Der Point Bonita Leuchtturm ist über einen Weg zu erreichen, der entlang eines Felsens, abwärts führt. Unten angekommen, geht es durch einen Tunnel, welcher mit einem Eisentor verschlossen werden kann. Ist man zur falschen Zeit dort und das Tor verschlossen ist, endet hier der Weg. Heute ist es aber offen und wir erreichen, die andere Seite des Felsens. Weiter geht es über eine Holzbrücke hinüber zum Leuchtturm.

Dieser ist auch heute noch sehr wichtig für die Seefahrt, nur wird ist nun automatisch betrieben. Dies und noch andere Informationen und Geschichten erfahren wir von einem Freiwilligen Mitarbeiter, der hier seinen Dienst tut.

Leider bleibt uns nicht viel Zeit hier, denn um 16.00 Uhr ist Feierabend.

Auf dem Weg zurück blickt man auf die Golden Gate und das Meer. Hier sieht man auch immer wieder Kormorane und Kalifornische Seelöwen.

Als wir wieder beim Auto sind, fahren wir noch ein wenig durch die Marin Headlands bevor wir uns langsam Richtung San Rafael machen, wo wir bereits von zuhause das Zimmer in der Marin Lodge vorgebucht haben.

Die Unterkunft ist sehr schön und mordern. Das Nachtessen lassen wir ausfallen, da wir gar keinen Hunger haben, weil wir ja noch in San Francisco etwas gegessen haben. Dafür gönnen wir uns noch einen kleinen KLM Prosecco ...

 

4. Tag Sonntag 17. September 2017 San Rafael - Cataract Falls - Dixon

 

Wir sind schon früh wach, und holen uns unser Frühstück in der Lobby. Da draussen kein Tisch mehr frei ist, machen wir kurzen Prozess und ... stellen unsere Zimmerstühle nach draussen und essen so gemütlich vor unserem Zimmer ... was für ein schöner Start. Leider können wir keine Nacht dazu buchen, da sie ausgebucht sind ... naja mal sehen wohin es uns verschlägt.

Jetzt wollen wir auf jeden Fall erst mal in die Muir Woods National Monument, was wir nicht bedacht haben, es ist Sonntag und ein wunderschöner Tag und alle wollen in die Natur. Wir fahren über den Shoreline Highway. Als wir beim Besucherzentrum ankommen, hat es keine Parkplätze mehr, und es hat haufenweise Menschen. Das wollen wir uns nicht antun, und wir beschliessen kurzerhand unser Tagesprogramm zu ändern. Dann machen wir uns halt auf den Weg zu den Cataract Falls. Schön wenn man immer noch ein Alternativ-Programm hat.

Marin Lodge San Rafael

Wir sind inzwischen im Mount Tamalpais State Park angekommen und auf der Suche nach dem Cataract Falls Trail. Es geht über Hügel immer höher hinauf. Es ist ein ziemlich trockenes Gebiet, und man sieht, dass es schon länger nicht mehr geregnet hat, ein grosses Problem mit dem der Staat Kalifornien schon seit längerem zu kämpfen hat. Dies ist auch ein Grund, weshalb es in diesem Jahr zu diesem extremen Waldbränden in Kalifornien, und den westlichen Staaten der USA , gekommen ist.

Unser Tom Tom hat sogar die Cataract Falls drauf, führt uns aber irgendwo ins nichts. Wir nutzen aber die Gelegenheit um einmal über den Hügel auf den Pazifik zu schauen.

Wir sind doch vorher an einem grösseren Parkplatz vorbeigefahren ... also fahren wir zurück zum Rock Springs Trailhead, dort hat es tatsächlich eine Karte und einen Wegweiser zum Cataract Falls. Also sind wir genau richtig. Wir ziehen uns die Wanderschuhe an, und schon führt uns der Weg in einen Wald.

Cataract Fall

Der Trail verläuft entlang eines Baches immer abwärts. Es geht über Brücken, Treppenstufen vorbei an umge-fallenen Bäumen. Es ist ein wunderschöner Trail und wir geniessen es fast alleine unterwegs zu sein, denn wir be-gegnen nur vereinzelten Wanderern.

Auf unserere Weg hat es noch einen anderen Wassfall den Helen Markt Falls, dieser führt aber kaum Wasser.

Wir sind ca 1 1/4 Stunden unterwegs bis wir bei unserem Ziel, dem Cataracta Falls, ankommen. Hier ist es wunderschön idyllisch und wir geniessen diesen Anblick.

Eigentlich könnten wir noch bis zum Alpine Lake wandern, aber da wir nicht wissen, wie weit dies noch ist, und ob es einen anderen Weg zurück zu unserem Auto gibt, entschliessen wir umzukehren und den gleichen Weg wieder zurück zu nehmen. Auf dem Rückweg, machen wir an einem schönen Picknickplatz eine wohlverdiente Pause mit einer Stärkung, bevor es zum Auto geht.

Beim Auto angekommen müssen wir uns nun entscheiden, wie es weitergehen soll. Wir entscheiden uns, noch ein wenig höher Richtung Mount Tamalpais zu fahren. Wie wir feststellen müssen, führt der Weg nur bis zu einem Parkplatz, von wo aus wir den Gardner Fire Lookout sehen können. Unter uns liegt die Bay Area und bei sichtigem Wetter wäre es eine fantastische Aussicht auf San Francisco, leider ist es zu warm, und es ist diesig, also ent-scheiden wir uns wieder hinunter zu fahren und uns auf den Weg Richtung Sacramento zu machen.Vielleicht hat es in einem anderen Jahr eine bessere Sicht.

Gardener Fire Lookout

Über den Panoramic Highway führt uns unser Weg zurück auf den Highway 101 Richtung San Rafael bevor es dann auf den 37er und weiter auf den 80er Richtung Sacramento geht.

Je näher wir Sacramento kommen, desto stärker nimmt der Verkehr zu. Es ist ja Sonntagabend und es hat viele Leute die vom Campen oder Tagesausflügen zurück nach Sacramento fahren.

In Dixon entscheiden wir uns nun, da der Verkehr fast zum erliegen kommt, vom Highway abzufahren und ein Motel zu suchen, und erst Morgen nach Sacramento zu fahren. Unsere Wahl fällt auf ein günstiges Motel 6. Es sieht sehr neu aus und macht einen guten Eindruck. Wir checken ein, bevor wir uns auf den Weg machen etwas zu Essen, da gerade gebenüber von unserem Motel das Mary's Pizza Schack liegt, beschliessen wir das Auto stehen zu lassen und dort unser verdientes Abendessen einzunehmen.

Wir bereuen unsere Entscheidung nicht, und geniessen eine feine Pizza.

Zurück im Motel buchen wir noch eine Unterkunft im Executive Inn and Suites in Sacramento vor, denn wir wollen ja 2 Tage in Sacramento verbringen.

5. Tag Montag 18. September 2017 Dixon - Sacramento

 

Wir stehen schon früh auf, in einem Denny`s in der Nähe Frühstücken wir, und fahren dann wieder auf den 80 West Richtung Sacramento, voller Vorfreude auf Old Sacramento Town und das wunderschöne Eisenbahnmuseum.

Es sind ja nur gut 20 Meilen also eine gute halbe Stunde bis zu unserem Ziel. So gegen neun sind wir gut gestärkt im Old Sacramento Town.

Wir parken im Old Sacramento City Parking, und sind direkt im Historic Disrict angekommen. Es ist ja Montag Morgen und es ist nicht viel los hier. Die Geschäfte öffnen erst langsam und wir schlendern durch diese alten Häuserzeilen, die liebevoll gestaltet sind. Man kann sich gut vorstellen, wie hier das Leben blühte, wie der Ponyexpress hier angekommen ist, und die neuesten Informationen und Briefe aus dem Osten mitbrachte.

Erst wenn man die Geschäfte betritt wird man wieder in die Gegenwart zurückgeholt. Es gibt allerhand zu kaufen und zu essen. Auf der hinteren Seite direkt am Sacramento River ist der alte Bahnhof, man kann hier die Tickets lösen welche für den Bahnhof und das Eisenbahnmuseum gültig sind.

Pony Express Denkmal

Wir kaufen uns die Tickets für den Bahnhof und das Eisenbahnmuseum, denn das Museum ist einfach top und immer wieder einen Besuch wert, wir waren 2009 schon mal hier, und freuen uns schon auf lange darauf.

Wir stöbern durch das Bahnhofsgelände, das sehr liebevoll gestaltet ist.

Natürlich kann man wieder einiges lernen ... z.b.Männer und Frauen hatten verschiedene getrennte Wartesäle. Leider finden heute keine Rundfahrten mit den alten Zügen statt und auch die Untergrundtouren sind erst am Wochenende wieder verfügbar ... schade ... aber leider nicht zu ändern.

Gleich neben dem Bahnhofsgebäude, liegt unser nächster Stopp, es ist das Sacramento History Museum, dass gab es beim letzten Mal noch nicht. Für 8$ Eintritt pro Person gibt es ganz schön viel zu sehen.

Am Eingang fragen wir nach der Untergrundtour, die man normalerweise hier buchen kann. Leider findet diese in der Zwischensaison nur am Wochenende statt.

Direkt rechts hinter dem Counter und Museumsshop hat es eine kleine alte Druckerei eingerichtet. Natürlich schlägt da Rogers Druckerherz berufsbedingt schneller.

The Bee wurde 1857 gegründet und war damit die älteste täglich erscheinende Zeitung westlich des Mississippi River.

Das Museum ist sehr liebevoll und mit viel Herzblut gestaltet. Man kann die Leidenschaft spüren, und sich in ver-gangene Zeiten zurückversetzen lassen.

Natürlich gibt es auch noch viele andere Sachen, ausser der Druckerei, zu sehen, und zu erleben. Ausserdem kann man viel über die Geschichte von Sacramento und Umgebung erfahren. Wie z.b. dass Sacramento früher Neu Helvetien war und von Johann August Sutter gegründet wurde, den Goldrausch der darauf folgte, die grosse Überschwemmung. Wie Old Sacramento Town beinahe gestorben ist, und erst durch die Initative einiger Einwohner zum heutigen Touristenpunkt wurde. Oder, über die landwirtschaftliche Bedeutung der Region. Das Museum eignet sich vor allem für Familien und Leute die auch etwas über das Land und die Geschichte der Region erfahren wollen.

Wir können es auf jeden Fall nur empfehlen. Hier einige Bilder zu den Ausstellungen.

Rekonstuierte Küche von 1928

Nachdem wir viel interessantes und für uns noch unbekanntes, über Kalifornien erfahren haben, wollen wir aber jetzt doch in das California State Railroad Museum wechseln. Es ist ein grossartiges und sehr liebevoll geführtes Museum in dem freiwillige ehemalige Bahnangestellte von den alten Zeiten erzählen. Die Exponate sind liebevoll restauriert. Man kann die verschiedenen Wagons wie z.B. Speisewagen, Postwagen, Schlafwagen usw. betreten und sich die Ausstellungsstücke ansehen. In einem Speisewagen wird z.B das Porzellangeschirr welches auf den verschiedenen Strecken (Bahngesellschaften) benutzt wurde gezeigt. Im Postwagen, wird erklärt, wie in den alten Zeiten , die Post im Zug bereits vorsortiert wurde. Im Schlafwagen wird ein Nachtzug simuliert, mit rattern und den dazugehörigen Bewegungen. Auch die diversen Loks können zum Teil besichtigt werden. Ausserdem gibt es eine wunderschöne Modelleisenbahn-Ausstellung, die nicht nur Kinder begeistert.

Wenn wir schon in der Hauptstadt Kaliforniens sind, wollen wir uns natürlich auch einen Besuch des berühmten California State Capitol nicht entgehen lassen.

Wir holen unser Auto, und fahren durch die Stadt in eine andere Parkgarage in der Nähe des Bauwerkes. Wir spazieren zum Capitol, und schauen uns dieses Wahrzeichen der Stadt von aussen an. Wir sind schon ein wenig beeindruckt, von diesem prachtvollen Bau. Hier ist ja der Sitz des Gouverneurs von Kalifornien

Da es ein öffentliches Gebäude ist, muss man durch einen Sicherheitscheck, fast wie am Flughafen. Hier sind wir im Herzen der Politik, es hat Abgeordnete und Lobbysten, Senatoren und ich weiss nicht was alles noch. Es herrscht aber eine ruhige Atmosphäre. Hier darf man einfach herumspazieren, Fotos machen und zt. sogar die Räume besichtigen und dies alles kostenlos, unglaublich oder?

Es gibt ein Museum eine Gallerie der abgetretenen Gouverneure von Kalifornien, den kalifornischen Bären aus der Flagge vor dem Büro des aktuellen Gouverneurs, eine wunderschöne Kuppel und Büros die noch aus der guten alten Zeit stammen, ausserdem hat jedes County einen eigenen Showkasten, wo man einiges erfahren kann. Im Untergeschoss hat es auch noch eine Statue von Ronald Reagen, der es vom Gouverneur von Kalifornien zum Präsidenten schaffte.

Jede volle Stunde finden kostenlose Führungen statt, die wir aber nicht mitgemacht haben.

Es geht langsam aber sicher auf den Feierabend zu und wir wollen uns noch ein wenig in der Stadt umschauen. Wir stellen überrascht fest, dass viele Geschäfte bereits geschlossen sind, und auch sonst ist nicht viel los. Es ist eine richtige Politikerstadt, nach Feierabend fährt alles raus in die Aussenbezirke und die Wohnquartiere.

Trotzdem finden wir noch ein kleines Highlight die Cathedral of the Blessed Sacrament. Sie ist die katholische Bischofskirche vom Bistum Sacramento.

Nun geht es aber in unser Motel, dass ein wenig ausserhalb der Stadt liegt. Auf dem Golden State Highway ist es nur ein paar Minuten zu fahren. Im ersten Anlauf fahren wir aus versehen an der Einfahrt vorbei, und müssen eine Gelegenheit zum wenden suchen. Wir fahren an einem Polizeiposten vorbei, und sind fast ein wenig erschrocken, denn hier in der Gegend, hat es sehr viele Obdachlose. In einer Querstrasse finden wir dann auch den Grund dafür, denn hier hat es eine Notunterkunft. So etwas haben wir bisher noch nie erlebt. So wie es scheint sind diese Menschen in der Innenstadt nicht willkommen und werden in die Quartiere ausserhalb verbannt.

Uns wird wieder einmal bewusst, wie gut es uns geht, und was wir bisher für ein Glück im Leben hatten. Wir wissen genau, es braucht nicht viel um in eine Notlage zu geraten.

Eigentlich hatten wir ja zwei Nächte hier im Executive Inn in Sacramento vorgebucht. Aber Sacramento hat doch nicht soviel zu bieten, wie wir gedacht haben, deshalb kürzen wir auf eine Nacht, der nette Herr an der Reception, ist sehr zuvorkommend und wir können die 2. Nacht ohne Aufpreis stornieren.

Unser Abendessen nehmen wir bei einem Mexikaner in der Näe ein, das Lokal heisst Nena's und wir essen wirklich sehr gut hier.

6. Tag Dienstag 9. September 2017 Sacramento - Yuba City

 

Die Nacht verläuft sehr ruhig und wir schlafen sehr gut, von unserem Zimmer aus kann man direkt auf die Strasse sehen, und wir sehen viele Obdachlose die hier direkt auf dem Gehweg übernachtet haben. Uns lässt das nicht kalt, und es macht uns auch sehr traurig, dass diese Menschen keine andere Möglichkeit haben, als hier draussen auf der Strasse zu nächtigen.

Unser Frühstück nehmen wir in einem Denny's in der Nähe ein. Als ein offensichtlich Obdachloser hereinkommt, beschliessen, wir ihm das Frühstück zu bezahlen, und wir sagen dies auch der Bedienung sie bedankt sich, aber scheinbar war jemand anders schneller.

Nach dem Frühstück fahren wir wieder in die Innenstadt zum Sutter's Fort State Historic Park, hier liegt der Ursprung von Sacramento, und wir wollen ein wenig in der Zeit zurück gehen.

Wir finden auf Anhieb einen Parkplatz, direkt an der Strasse beim Fort und schlendern um den Park, der im Herzen von Sacremento liegt. Wir kommen am State Indian Museum vorbei, spontan entschliessen wir uns für einen Besuch. Der Eintritt beträgt $5.00 pro Person. Das Museum ist eher klein, es hat viele Fotos und Aussellungsstücke die das Leben der Natives in dieser Gegend zeigt. Man hat es relativ schnell gesehen.

Nun sind wir aber auf das Fort Sutter gespannt, welches gleich daneben liegt. Auch hier kostet der Eintritt $5.00

Modell des Fort Sutter
John Sutter

Das Sutter Fort ist sehr spannend und gut aufgebaut. Es ist eine self-guided Tour, und man kann viel aus der Ver-gangenheit sehen und erfahren. Praktisch in jedem Raum hat es alte Gegenstände und viele kleine Details die dann entweder mit Schautafeln oder mit einer Audiogeschichte erklärt werden. Manchmal hat es auch Freiwillige die dann in den verschiedenen Räumen arbeiten. Sei es in der Bäckerei beim backen oder in der Weberei, Tischlerei oder beim Hufschmied. Das Fort entstand schon 1841, als John Sutter für die Mexikaner Neu Helvetien gründete, zum Schutz vor Indianern. Er bot Gastfreundschaft für die nachkommenden Siedler und verlor alles beim grossen Goldrausch. Der Besuch hier war sehr intressant und lehrreich, und wir finden es ist wirklich einen Besuch wert.

Wir schlendern noch ein wenig im Quartier herum, aber da es noch nicht einmal Mittag ist, wollen wir noch in das Aerospace Museum of California, das wir schon zu Hause gegoogelt haben.

Vor dem Eingang des Aerospace Museums.

Das Museum liegt ein wenig ausserhalb von Sacramento, ist aber in gut 17 Minuten erreichbar. Der Eintritt kostet nur $ 10.00 und wir sind gespannt, was uns erwartet, da wir ja bereits verschiedenste Fugzeugmuseen gesehen haben. Es ist ein eher kleines Museum mit einem Hangar, und einem Aussenfeld, wo diverse Flugzeuge ausgestellt werden. Die Flugzeuge werden auf einer Schautafel beschreiben, und zum Teil darf man sie auch betetreten.

Da es relativ klein ist, hat man es deshalb auch schnell gesehen, für uns war es aber nichts Besonderes. Vielleicht liegt es daran, dass wir bereits einige Flugzeug-Museen in den USA besucht haben, die uns meehr in den Bann gezogen haben. Trotzdem war es eine schöne Abwechslung und auf dieser Reise wird es das einzige Fliegermuseum bleiben, welches wir besucht haben.

Nun wollen wir uns noch ein wenig in der Natur bewegen wir haben uns dafür das Effie Yeaw Sacramento Nature Center ausgesucht. Das Center liegt in Carmichael und ist in gut 20- 30 Minuten erreichbar.

Es ist sehr heiss draussen, was wir besonders in der Aussenanlage gespürt haben, umso mehr freuen wir uns jetzt auf unser Auto mit der Klimaanlage.

Wir fahren durch beschauliche Wohnquartiere, vorbei an zum Teil sehr grossen Häusern und wunderschönen Gärten. Es ist ziemlich grün hier in der Gegend, wir kommen vorbei an einem Golfplatz und können dann direkt am Center parken. Es hat nicht viele Leute und es ist eine sehr ruhige Gegend.

Schon kommen uns die ersten Truthühner entgegen, es geht durch dichte Eichen in einen Park und da gibt es viele Spechte, Squirls (graue Bodenhörnchen) und Chipmunks (Streifenhörnchen). Es ist sehr idyllisch und wunderschön.

Da das Effie Yeaw Natur Center im Ancil Hoffman County Park liegt, muss man $5.00 Parkinggebühr bei der Einfahrt bezahlen und kann dann direkt zum Nature Center durchfahren.

Das Nature Center selbst kostet keinen Eintritt, es wird eine Spende erwartet von $2.00 pro Person. Für uns ist es das allemal wert. Im Center kann man viel über die Natur und insbesondere die Tiere lernen die in dieser Gegend zu Hause sind. Es gibt verschiedene Trails durch die Natur und dem American River entlang. Man sieht, dass es hier schon lange nicht mehr geregnet hat, denn alles ist sehr trocken. Es ist wirklich sehr spannend die Tiere zu beobachten. Mir haben es vor allem die Spechte angetan, diese machen Löcher in die Eichen und stopfen diese Löcher wieder mit den gesammelten Eicheln zu.

Wir wollen heute in Yuba City übernachten und da wir noch kein Motel gebucht haben, machen wir uns frühzeitig auf den Weg, welcher uns über den Highway 70 führt.

Wir haben ca. 1 Stunde bis dahin. Inzwischen ist es dunkel und die Motelsuche gestaltet sich schwieriger als auch schon. Erst auf den dritten Anlauf finden wir ein Motel und zwar das Magnuson Grand Bonanza Inn. Einziger Nachteil, wir haben heute Abend kein fliessend warmes Wasser, da es ein Problem der Wasserleitung gibt. Dafür gibt eine kleine Preisreduktion - und, da gibt es doch schlimmeres als kein Warmwasser.

Bei der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit sind wir vorher an einem Restaurant vorbeigefahren, dass uns

gleich ins Auge gesprungen ist. Pete's Restaurant and Brewhouse, wir fahren den Weg also wieder zurück , es ist gar nicht so weit entfernt und in der Nähe des Best Western. Wir bekommen einen Tisch draussen im Aussenbereich, wie wir es uns gewünscht haben, denn es ist ein wunderschöner warmer Abend.

Roger trinkt ein Bier und ich eine frische Erdbeerlimonade. Dazu geniessen wir einen Burger und als Dessert gibt es Apples Teasers mit Eis. Einfach köstlich und die Location ist wirklich nur toll.

Unsere Route für Morgen steht auch schon. Wir wollen über Chico durch den Lassen Volcanic National Park nach Redding fahren. Wir haben dort auch schon ein Motel Zimmer über Booking.com in der Thunderbird Lodge gebucht. Wo wir dann einige Tage bleiben werden, denn Redding ist ein idealer Standort für unsere weiteren Ausflüge z.B. in den nahegelegenen Whiskeytownlake oder zu den Shasta Mountains. Diese wunderschönen noch nicht so bekannten Orte wurden in einem Artikel im Spirit of the West Magazin vorgestellt, und wir waren sofort von dieser Gegend fasziniert.

 

7. Tag Mittwoch 10. September 2017 Yuba City - Redding

 

Wir nutzen das kostenlose, gute Frühstück in dem kleinen Kaffee im Motel, das wirklich sehr gut ist. Heute gibt es ja einen Fahrtag. Dieser führt zuerst durch landwirtschaftlich genutzen Flächen, vorbei an Feldern, Obstbäumen wie Mandeln, Oliven Zitrusfrüchten usw.

Mit der Zeit verändert sich die Landschaft. Erst wird es trockener und es geht in die Höhe. Die Bäume werden höher und wir kommen durch Waldgebiet. Immer wieder machen wir Fotostopps, denn die Landschaft ist so vielfältig und einfach nur atemberaubend schön. Und wieder einmal mehr wird uns bewusst, wie vielfältig und verschieden dieser Kontinent ist. Wir waren schon an so vielen Orten hier in den USA und immer wieder entdecken wir neue Orte, Landschaften, und die Begeisterung resp. der USA-Virus hat bei uns noch nicht nachgelassen.

Über den CA-89 N Volcanic Legacy Scenic Byway kommen wir dem Lassen Volcanic National Park immer näher. Entlang des Calf Creeks, geht es auch immer mehr in die Berge und Wälder, es sind nicht viele Autos unterwegs und wir haben die Strasse mehr oder weniger für uns. Es ist eine sehr friedliche Atmosphäre, und wir würden uns auch nicht wundern, wenn plötzlich ein Bigfoot über die Strasse laufen würde.

Beim Kohm Yah-Mah-Nee Visitor Center machen wir unseren obligaten Zwischenstopp, um einige Informationen zu diesem doch eher unbekannten Park einzuholen, und im Lassen Cafe einen Kaffee zu trinken.

Die Wolken sind dichter geworden, und merklich kühler, es sieht nach Regen bzw. Schnee aus, deshalb beschliessen wir bis auf ein paar Fotostopps nach Redding weiter zu fahren, und Morgen bei besseren Wetterbedingungen zurück zu kehren und einige Wanderungen zu unternehmen.

Kohm Yah-Mah-Nee Visitor Center

Schon kurz nach dem Visitorcenter gibt es den ersten Fotostopp. Zwischen den Bäumen steigt Rauch auf, und der Duft kommt uns doch auch sehr vertraut vor, denn es riecht nach faulen Eiern, bzw. Schwefel, wie im Yellowstone National Park. Die Erde hat viele verschieden Farben und irgendwie passt das Wetter super zu diesem Tag. Hier wurde früher Sulphur (Schwefel) abgebaut was uns nun kaum erstaunt.

Die Strasse windet sich weiter in die Höhe vorbei am Emerald Lake und dem Lake Helen. Eine wunderschöne Strecke die aber im Winter gesperrt ist, da sie doch auf 2594 Meter Höhe hinauf führt.

Wir geniessen immer wieder die Stopps, sind aber auch dankbar wieder in das warme Auto zu hüpfen. Für morgen, hoffen wir auf besseres Wetter.

Lake Helen

Auf dem CA-44 W geht es durch ein langes Waldstück Richtung Redding. Je weiter wir uns vom Lassen Volcanic NP entfernen, desto schöner wird das Wetter. Wir haben 2 Nächte vorgebucht in der Thundbird Lodge und sind schon sehr gespannt. Die Fahrzeit vom Ausgang des Parks (Manzanita Lake) bis zu unserem Motel beträgt ca. 50 Minuten.

Unser Motel macht einen super Eindruck, die Zimmer sehen frisch renoviert aus, daher beschliessen wir direkt nochmals zwei Nächte dazu zu buchen, und Redding als Ausgangspunkt für unsere nächsten Tagesausflüge zu nehmen. Direkt neben dem Motel ist das La Cabana ein mexikanisches Restaurant, wo wir unser Abendessen einnehmen. Das Essen ist nicht schlecht, aber haut uns auch nicht gerade vom Hocker, ist aber günstig. Wir machen noch einen Abstecher zu einem Walmart Supercenter, um uns mit einigen Esswaren für die Wanderung einzudecken. Am Abend planen wir unsere weiteren Ausflüge im Shasta County Gebiet und die morgigen Wanderungen im Lassen. Denn der Wetterbericht für Morgen sieht gut aus.

8. Tag Donnerstag 11. September 2017 Redding - Lassen Volcanic National Park - Redding

 

Wir können es kaum glauben die erste Woche ist schon um, und wir haben schon soviel erlebt und gesehen. Aber noch haben wir ja 2 Wochen vor uns. Wir haben super geschlafen nur das WLan ist ein wenig lahm, tja für 5$ kann man eine bessere Verbindung kaufen, mal sehen vielleicht leisten wir uns das noch, denn ansonsten wird es nichts mit Fotos auf die Homepage laden.

Jetzt ist aber erst mal Frühstück angesagt. Im Frühstücksraum, gibt es das kostenlose Frühstück und wir nehmen die Stärkung gerne in Anspruch, bevor wir in Richtung Lassen aufbrechen.

Es geht den gleichen Weg zurück, den wir gestern gekommen sind. Das Wetter ist herrlich und klar und frisch. Beim Eingang erwartet uns aber die Hiobsbotschaft, die Durchgangsstrasse ist gesperrt, da es gestern Nacht geschneit hat. Ja super - nichts mit der Wanderung zum Bumpass Hell. Wir gehen kurz ins Visitorcenter, um uns nach dem genauen Ausmass zu erkundigen.Die Ranger können noch nicht genau sagen, ab und wann die Strasse wieder befahrbar sein wird. Zur Zeit ist es bis zum Summit Lake möglich. Tja also fahren wir halt bis dahin, und schauen uns das mal aus der Nähe an.

Die Strasse ist wirklich ab hier gesperrt, und es gibt kein Durchkommen. So beschliessen wir um den See zu spazieren, was sich wirklich lohnt, wir sind praktisch alleine unterwegs. Ab und zu hält jemand, nur um ein paar Fotos zu schiessen und dann rasch wieder im warmen Auto zu verschwinden. Uns gefällt aber die Stimmung und wir geniessen die klare frische Luft.

Es bleibt uns leider nun nichts anderes übrig, als den Weg zurück unter die Räder zu nehmen. Im Hinterkopf haben, wir immer noch die Hoffnung, "vielleicht wird die Strasse ja später wieder geöffnet".