USA 2014

USA 2014

Durchquerung von 8 Bundesstaaten

 

Unsere Reise führt uns von Denver Colorado nach San Francisco in Kalifornien. Am Ende werden es unglaubliche 4325 Meilen sein, die wir gemacht haben. Es gab viele Höhepunkte, und wir durften viele schöne Orte sehen und erleben..... lasst Euch überraschen und inspirieren.

Wie immer haben wir unsere Flüge und den Mietwagen bei unserem Reisebüro des Vertrauens bei Jörg Waldvogel und dem Chrisway Team in St. Gallen gebucht. Wir fliegen mit Lufthansa von Zürich via Frankfurt nach Denver und zurück bringt uns ein Direktflug mit der Swiss ab San Francisco.

 

1. Tag 24.9.2017 Zürich - Estes Park Colorado

 

Um 4.00 Uhr früh geht schon der Wecker ab, und wir sind bereit für unser grosses Abenteuer. Koffer sind schon seit dem Wochenende gepackt und wir brauchen nur noch zu frühstücken, bevor es dann definitiv losgeht. Das Taxi (haben wir auch schon gestern bestellt) wartet um 5.19 Uhr bereits auf uns, und fährt uns nach Gossau zum Bahnhof. Nun geht es mit dem Zug nach Flughafen Kloten, wo wir nur noch das Gepäck am Schalter abgeben können. Zuhause einchecken ist wirklich eine gute Sache.

Es hat noch nicht viele Leute am Flughafen, daher geht die Kontrolle schnell und reibungslos vorüber und wir können zu unserem Gate. Es ist ein kurzer Flug nach Frankfurt, wo wir dann keine Kontrolle mehr über uns ergehen lassen müssen, da es ein Transitflug ist. Nach 4 Studen Wartezeit, um 13.25 Uhr, geht es endlich weiter. 4 Stunden Aufenthalt in Frankfurt sind definitiv zuviel, dass wissen wir jetzt. Wir fliegen fast 10 Stunden bis nach Denver International Airport, wo wir ziemlich müde landen. Nach der Immigration, die wie immer problemlos verläuft, gehts zum Gepäck und weiter zu Alamo.

Bei Alamo gibt es nicht viele SUV's in unserer Preiskategorie, so entscheiden wir uns für einen Ford Edge und fahren noch weiter bis nach Estes Park, wo wir die erste Übernachtung bereits gebucht haben.

Es sind ca. 1.5 Stunden Fahrtzeit vom Flughafen Denver nach Estes Park. Unsere Übernachtung haben wir in der Peak to Peak Lodge in Estes Park gebucht. Dort angekommen fallen wir todmüde ins Bett. Das Motel ist klein, ein wenig altmodisch aber sauber und gepflegt.

2. Tag 25.09.2014 Estes Park (Colorado) - Steamboat Springs (Colorado)

 

Wir sind schon früh wach und haben riesen Hunger, also ab unter die Dusche, und dann gehts los.

In Estes Park essen wir zuerst Frühstück. Wir parken, und gehen dann ins Claire' s on the Park, zum Frühstück. Roger und ich essen Egg Benedict und Kevin ein Breakfast Bump. Dazu gibt es frische Früchte, Orangensaft und Kaffee. Wir haben es uns schon lange angewöhnt richtig zu frühstücken, bevor wir uns auf unsere Tagestouren machen, so sind wir gut gestärkt.

Im Safeway kaufen wir uns noch Snacks, Wasser und Waschmittel, bevor es Richtung Rocky Mountain National Park geht. Natürlich, kaufen wir uns wieder den Golden Eagle Pass auch America the Beautiful Pass genannt. Der lohnt sich auf jeden Fall immer, wenn man sich mehrere National Parks ansehen will.

Unser erster Weg führt wie eigentlich immer, ins Visitor Center, wo man immer gute Informationen und Tipps, Karten und Souvenirs bekommt.

Leider können wir die Old Fall River Road nicht machen, da sie noch verschüttet ist von einem starken Unwetter im Jahr davor. Obwohl dies einer der Gründe war, warum wir nochmals in Denver starten wollten. Dann halt ein anderes Jahr ;-)

Am Bearlake ist alles überfüllt, und man findet hier schon am Morgen keinen Parkplatz mehr. Darauf haben wir keine Lust, also fahren wir zum Sparague Lake wo wir um den kleinen See spazieren. Hier waren wir schon vor 2 Jahren einmal.

Hier am Sprague Lake hat es nicht viele Leute und wir geniessen die Ruhe und den Indian Summer der hier schon voll im Gange ist.

Man kann es kaum glauben, dass wir hier auf fast 2300 m ü.M. ist und es noch viel höher hinauf geht.

Die Umwanderung des Sees ist einfach toll. Es sind ca. 1.6 Meilen, und die Aussicht und das Panorama auf die umliegenden Berge, 3000-4000er, ist einfach grandios.

Eine gute Seite für Wanderungen und viele Infos findet man auch auf der Rocky Mountain Homepage.

Wir sind absolut begeistert und wir werden sicher mal wieder eine Tour hierhin machen mit längerem Aufenthalt, aber diesesmal ist nur ein kurzes Wiedersehen geplant.

Wie viele Parkbesucher fahren wir die Trail Ridge Road hoch, die höchste durchgehend befestigte Autostraße der USA. Die 77 Kilometer lange Hochgebirgsstrasse, die sich entlang eines Grats bis auf knapp 3660 Meter schlängelt, ist für ihre atemberaubenden Aussichtspunkte berühmt. Die Straße, die aufgrund ihrer touristischen Bedeutung als National Scenic Byway anerkannt wurde, ist der höchstgelegene durchgehende Highway der USA. Rund 18 Kilometer befinden sich über der Baumgrenze, der höchste Punkt der Straße liegt auf 3713 Meter.

Auf dem Weg dahin gibt es viele Viewpoints und die Wapitihirsche, Streifenhörnchen, Vögel und Grauhörnchen sind auch nicht zu übersehen.

Die Strasse führt immer höher hinauf, die Landschaft wird immer karger und wird zur Tundralandschaft. Kurz vor dem Alpine Visitor Center kommt man an den höchsten Punkt dieser Strasse.

Bein Alpine Visitor Center machen wir unseren obligaten Stopp und sehen das erste mal ein echtes Nord- amerikanisches Murmeltier, dass sich doch ein wenig von unserem Unterscheidet, wie man unschwer erkennen kann.

Auf der andern Seite geht es wieder stetig hinunter ins Kawuneeche Tal. Je weiter man hinunterfährt desto bewaldeter wird die Gegend. Wir sind einmal mehr beeindruckt von der Weite, und der vielfälftigen Landschaft. Bald kommt man zur kontinentalen Wasserscheide, die beim Milner Pass am Poudre Lake ist. Dies bedeutet, dass dieser See zwei Abläufe hat. Der Einte fliesst in den Atlantik und der Andere in den Pazifik.

Die Fahrt geht weiter bis zum Lake Irene, wo wir es uns an einem Picknickplatz bequem machen und schon bald von Streifenhönchen und Vögeln umlagert sind. Wenn man ihnen nur kurz den Rücken zudreht, stibitzen sie einem doch glatt die Trauben vom Tisch weg.... Die kurze Wanderung um den See ist wirklich toll und ideal um sich kurz zwischendurch die Beine zu vertreten.

Weiter geht die Fahrt Richtung Steamboat Springs wo wir uns ein Motelzimmer im Holiday Inn gemietet haben. Das Nachtessen gibt es in einem American Grill names Rex's. Wir gönnen uns unseren ersten Bisonburger, dieses Jahr, und geniessen es sehr. Danach spazieren wir durch Steamboat Springs bevor wir todmüde und mit einem Sonnenbrand, ins Bett fallen. Den Sonnenbrand haben wir uns in der Höhe eingefangen, die Sonne scheint, es windet dauernd und einem ist die starke Sonneneinstrahlung gar nicht bewusst.

 

3. Tag 26.09.2014 Steamboat Springs (Colorado) - Vernal (Utah)

 

Am Morgen sind wir schon wieder früh unterwegs. Nach dem reichhaltigen Frühstück bei Rex's geht es Richtung Dinosaur National Monument in Utah.

Die Fahrt geht über die 40iger, sie ist öde, eintönig und dauert über 2 Stunden. Als einzige Abwechslung sehen wir ab und zu Rehe, Kühe, Gabelböcke und sogar einen Hasen, oder mal eine kleine Häuseransammlung.

Beim Dinosaur National Monument, das bereits zu Utah gehört, führt unser erster Weg ins Visitor Center wie üblich. Mit der erhaltenen Karte fahren wir Richtung Echo Canyon. Der Weg führt erst hinauf auf ein Hoch-plateau, und ca 40km in den Park hinein, bis man dann zu der Abzweigung Echo Canyon gelangt.

Es ist leicht dunstig, aber doch trocken, die Voraussetzung für unsere Tagestour, denn diese Dirtroad ist nur bei trockene Wetter befahrbar. Wir wollen ja hinuter zum Echo Park, 12 Meilen führt diese Dirtroad hinab bis zum Boden der Schlucht. Hier fliesst der Yampa River in den Greenriver. Also nichts wie los.

Die Fahrt ist wirklich toll. Die Strasse windet sich hinunter an spektakulären Landschaften vorbei. Es scheint, dass wir alleine unterwegs sind, weit und breit keine Seele zu sehen. Wir geniessen die Ruhe und das Abenteuer.

Je weiter wie uns Richtung Talsohle nähern, umso heisser und trockener wird es. Und dann kommt man um eine letzte Kurve, und vor einem ist der Steamboat Rock! Der Green River umspült diese doch sehr eindrucks-volle Felsformation. Hier in der Nähe fliessen der Yampariver und der Green River zusammen. Sogar einen einfachen Campingplatz findet man hier.. Wir suchen uns einen schattigen Platz unter den Bäumen und picknicken. Alles ist ganz weit weg, und wir sind so richtig im Wilden Westen angekommen.

Auf der Rückfahrt machen wir wieder diverse Stopps. Wie zb.bei dem Whispering Cave, er ist eine eigenartige Laune der Natur – ein vielleicht 15 Meter breiter und knapp 2 Meter tiefer Felsspalte, in dem die Temperatur an diesem heißen Tag sicher um 15°C, wenn nicht gar 20 Grad Celsius unter der normalen Temperatur liegt. Ein leichter Luftzug, dessen Ursprung in der Dunkelheit nicht zu erkennen ist, sorgt für das Funktionieren dieser natürlichen Klimaanlage. Scheinbar soll es auch schlafende Fledermäuse geben, die wir leider nicht gesehen haben.

Diese Petroglyphen hier, sind ganz anders als die, die wir in den anderen Jahren gesehen haben. Es sind kreisrunde Löcher die zu einer Form zusammengesetzt wurden, sie stammen von den Fremont Indianern. Sie sind wirklich sehr ungewöhnlich, und hoch über dem Fluss. Was sie uns wohl erzählen wollen?

Langsam schlängeln wir uns wieder die Strasse hinauf. Eigentlich sind wir ganz froh, dass wir so alleine unterwegs sind, denn das kreuzen mit anderen Autos, wäre zt. ein wenig schwieriger geworden.

Wir machen noch einen Abstecher zum Harpers Corner von wo aus wir, einen super Ausblick auf das vor uns liegende Tal, und den gefahrenen Weg haben.

Den Dinosaur Quarry lassen wir dieses mal weg, da wir diesen bereits im Jahr 2012 besucht haben. Also fahren wir langsam Richtung Vernal, wo unser heutiges Etappenziel liegt. In einem Holiday Inn, finden wir ein Zimmer zum übernachten. Das Abendessen nehmen wir in einem Restaurant der Kette Winger's ein. Wo das Essen äusserst lecker war.

 

4. Tag 27.09.2014 Vernal (Utah) - Price (Utah)

 

Wir sind wieder früh auf und geniessen einen wunderschönen Sonnenaufgang aber die Wolken lassen schon auf Regen schliessen. Das Frühstück nehmen wir heute im Holiday Inn ein, nicht gerade das gelbe vom Ei aber gratis, und wir wollen ja los zum 9 Mile Canyon.

Der 9 Mile Canyon gilt noch als kleiner Geheimtipp. Wir sind praktisch den ganzen Tag alleine unterwegs und er wird auch ansonsten nicht von vielen Leuten besucht. Es geht über eine Dirtroad was uns ganz besonders gut gefällt. Man kann auch viele Bohrtürme sehen, aber kaum Menschen. Immer wieder fahren wir durch Pfützen und der Staub wirbelt nur so.

Der 9 Mile Canyon ist bekannt für seine Dichte an Petroglyphen, wir haben kaum je so viele in einem Canyon gesehen. Die Felszeichnungen stammen auch aus verschiedenen Epochen, was uns besonders fasziniert.

Was uns vorallem beeindruckt, ist der schwangere Bison und die grosse Jagd. Wir hoffen sehr, dass diese Kunstwerke vor Vandalen sicher sind und sie auch noch den nächsten Generationen erhalten bleiben.

Ausser den tollen Petroglyphen sieht man auch viele Farben in den zerklüffteten Felsformationen und verlassene halb zerfallene Hütten.

Den ganzen Tag tröpfelt es immer wieder, aber wir haben wirklich sehr viel Glück und es schont immer wieder... Als wir den Nine Mile Canyon verlassen, fahren wir Richtung Price in ein Gewitter. Es schüttet wie aus Kübeln. Man sieht kaum die Hand vor Augen.

Als wir in Price ankommen, können wir kaum die Strasse sehen, und auf der Suche nach einem Motel landen wir schlussendlich, in einem Ramada Motel. Für das Nachtessen, entscheiden wir uns wieder für ein Wingers, dass gleich daneben ist, und fahren auch heute Abend sehr gut damit.

 

5. Tag 28.09.2014 Price (Utah) - Ogden (Utah)

 

Heute gehts weiter in den Norden hinauf, aber zuerest gibt es im Hoteleigenen Restaurant Frühstück, denn man weiss ja nie was der Tag noch bringt.

Die „Bingham Canyon Open Pit Copper Mine“ liegt südwestlich der Stadt Salt Lake City im Bundesstaat Utah. Seit 1906 wird dort Abbau betrieben. Die Mine ist eine der größten im Tagebau operierenden der Welt. Der von Menschenhand geschaffene Krater ist mittlerweile 1,2 km tief und ca. 4km breit. Die wollten wir uns eigentich anschauen, leider ist sie bis April geschlossen. Somit gibt es nur einen Blick von aussen, bevor es weiter zum grossen Salzsee geht. Ein kurzer Zwischenstopp beim Great Saltair, einem früher Badehaus, und jetzigem Veranstaltungsplatz.Dann gehts Richtung Antelope Island State Park. Salt Lake City lassen wir aus.

Der State Park ist auf der größten Insel im Großen Salzsee, und ist über einen befahrbaren Damm mit dem Festland in Richtung Syracuse verbunden.

Leider haben wir nicht viele Tiere gesehen, obwohl es hier so zwischen 500-700 Bisons geben soll.Ob es an der Jahreszeit oder dem Wetter liegt, können wir nicht sagen, aber einen Besuch ist der State Park so oder so wert.

In Ogden beziehen wir ein Zimer im Holiday Inn, und machen es uns für die Nacht gemütlich. Zu Abend essen wir in einem kleinen amerikanisch, mexikanischen Restaurant namens Cactus Reds. Einfach köstlich und nur zu empfehlen.

 

6. Tag 29.09.2014 Ogden (Utah) - Montpelier (Idaho)

 

Nach dem reichhaltigen Frühstück im Dennys Restaurant, wollen wir eigentlich ins Aero Space Museum in Ogden, auf dem Flyer im Motel stand täglich, aber auf der Website des Museums stand Montags geschlossen, was dann auch leider der Fall war. Dafür machen wir einen Abstecher ins Railway Museum, dieses öffnet erst um 10.00 Uhr, so bleibt uns noch Zeit ein wenig durchs Städtchen zu schlendern.

 

Ogden war früher ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Heute erinnert nur noch das Städtchen und das Museum an die längst vergangene glorreiche Zeit. Es sieht eher nach einer verschlafenen Kleinstadt aus. Alles ist ruhig und friedlich, die Geschäfte haben noch geschlossen und es sind kaum Menschen auf der Mainstreet.

Das Utah Railroad museum befindet sich im alten Bahnhofsgebäude, und besteht eigentlich aus 4 Museen: dem Utah State Railroad Museum, John M. Browning Firearms Museum,Browning-Kimball Classic Car Museum und dem Utah Cowboy and Western Heritage Museum. Der Eintritt gilt für alle 4 Museen. Die Museen sind nicht wahnsinnig gross, aber doch sehr schön und liebevoll gemacht, wir habe viel gelacht und hatten eine unterhaltsame Zeit.

Nun wollen wir zum Golden Spike National Historic Site. Hier ist eine Gedenkstätte unter der Verwaltung des National Park Service am Rand des Großen Salzsees. Es erinnert an einen Meilenstein in der Geschichte der Eisenbahn in Nordamerika – die Vollendung der ersten transkontinentalen Eisenbahnverbindung am 10. Mai 1869. Eine durchgehende Ost-West Verbindung zwischen der Central Pacific (Jupiter) und der Union Pacific (Nr. 119) wurde hier an diesem Tag gefeiert. Nun wird in gewissen Abständen die Zusammenführung der beiden Loks gezeigt und man kann hautnah, an diesem historischen Spektakel dabei sein.

Auch hier gilt der Annual Pass und im Vistior Center hat es ein kleines Museum und Schautafeln zu diesem historischen Ereignis.

Für uns als grosse Heels on Wheels Fans (TV Serie über den Bau dieser Eisenbahn) war dieser Besuch ein absolutes Highlight.

Weiter geht die Fahrt... in der Nähe ca. 3km entfernt ist noch die Orbital ATK Aerospace Systems, es handelt sich um eine Raketenfabrik inklusive Testgelände mit einer gratis Ausstellung diverser Raketen, wenn man schon den Abstecher zum Golden Spike macht, dann unbedingt diese Aussttellung anschauen, sie ist kostenlos.

Nach diesem kurzen Zwischenstop wollen wir noch so weit wie möglich fahren, denn es geht nun Richtung Yellowstone National Park.

Die Fahrt führt an weissen Mormonenkirchen vorbei auf dem Highway 89 Richtung Norden. Es geht durch den wunderschönen Logan Canyon, über Beaver Creek an den Bear Lake. Inzwischen sind wir im Staat Idaho. Wir kommen an Paris vorbei und ihrer wunderschönen Kirche. Das Wetter wird schlechter und wir sehen nirgends eine Übernachtungsmöglichkeit. Endlich in Montpelier finden wir ein Super 8 Motel. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, machen wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen, und werden in Coopers Kitchen fündig. Ein kleiner Imbiss der ein wenig karg eingerichtet ist, aber am Essen gibt es nichts zu bemängeln.

 

7. Tag 30.09.2017 Montpelier (Idaho) - West Yellowstone (Montana)

 

Heute Morgen regnet es in Strömen und wir haben eine lange Fahrt vor uns. Da das Wetter nicht besser wird, beschliessen wir bis nach West Yellowstone durchzufahren. Es geht hinauf in die Berge Richtung Jackson Hole und dann durch den Grand Teton National Park bis nach West Yellowstone. Unser Hotel in der Three Bear Lodge haben wir bereits vorgebucht. Nach einem Kaffee und Saft nehmen wir die Monsterstrecke in Angriff.

Wir fahren durch Geneva weiter nach Afton und sind nun in Wyoming angekommen. In Alpine einem kleinen Ort machen wir Pause und essen ein verspätetes Frühstück in Yankee Doddle's direkt am Highway 89. Es ist wirklich zu empfehlen. Das Essen ist gut, es ist ein Restaurant indem alles amerikanisch ist. Überall hat es Flaggen, Fähnchen und allerlei Nippes im US Look. Nach einem reichhaltigem Mahl geht die Fahrt weiter bis nach Jackson. Hier besuchen wir zu Kevins grosser Freude das Ripleys Belive it or not. Eine Kuriositäten-ausstellung mit allem möglichen und scheinbar unmöglichem. Die inzwischen dauerhaft geschlossen wurde. Es ist kalt geworden und es regnet stark. Wir machen einen Spaziergang durch das Westernstädtchen, und decken uns mit allerlei T-shirts und Souvenirs ein, bevor es weitergeht.

Nach einem Zwischenstopp im Besucherzentrum geht es zum Grand Teton National Park. Bei unserem letzten Besuch 2012 hatten wir super schönes Wetter und wir haben uns einiges angesehen und die Fotos waren auch toll.. Leider präsentiert sich dieses mal die berühmte Bergkette in Nebel, Dunst und ganz verhangen. Daher machen wir nicht grosse Stopps sondern fahren weiter zum Yellowstone.

Die Fahrt ist trist und trostlos. Aber wir haben doch Glück und können einige Wapitis sehen und einen Weiss-kopfseeadler auf einem Baum auf der anderen Strassenseite.

Endlich sind wir im Yellowstone National Park. Der Craig Pass ist gesperrt, daher müssen wir einen Umweg in kauf nehmen. So führt uns dere Weg entlang des Yellowstone Lakes nach Canyon Village und dann nach West Yellowstone. Eine wunderschöne Strecke. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit, aber ich finde, auch dieses Wetter hat absolut seinen Reiz.

 

Nach diesem anstrengenden Fahrtag, freuen wir uns schon sehr auf unser gemütliches Hotelzimmer in der Three Bear Lodge, und beschliessen kurzerhand gleich 3 Nächte hier zu bleiben. Wir haben ein wunderschönes Zimmer, bzw. Kevin hat sogar sein eigenes Zimmer. Die Themenzimmer sind liebevoll gestaltet und einfach ganz toll. Sogar unser Reisebärli hat ein eigenes Bett und fühlt sich einfach "Bärig" wohl.

Die Zimmereinrichtung wurde, teilweise aus recycletem Holz gemacht, dass bei einem grossen Feuer noch gerettet werden konnte.

Nach diesem anstrengenden Tag essen wir im angrenzenden Restaurant des Hotels zu Abend. Das Essen ist ausgezeichnet und kann nur empfohlen werden.

Totmüde fallen wir ins Bett es war ein langer anstrengender Tag.

 

8. Tag 01.10.2014 West Yellowstone (Montana) - West Yellowstone (Montana)

 

Heute Morgen frühstücken wir im Restaurant von der Three Bear Lodge, bevor wir dann zum Grizzly and Wolf Discovery Center gehen. Wir kennen dieses Center noch von unserer Reise 2012 und waren damals schon hell begeistert von dieser Institution, dass wir auch gleich zwei Wölfe finanziell unterstützt haben. Nun wollen wir sehen, was sich schon wieder getan hat in diesen 2 Jahren. Die Tiere hier (auch Greifvögel) könnten in der freien Wildniss nicht mehr überleben und haben hier ein neues Zuhause gefunden. Die Anlage wird sehr gepflegt und die Mitarbeiter sind sehr bemüht. Die Türe können gut beobachtet werden, und wir können jedem diesen Park nur ans Herz legen.

Die Zeit hier vergeht wie im Fluge und es macht wirklich Spass zu sehen wie sich die Tiere hier sichtlich wohlfühlen. Man kann viel über das Verhalten der Tiere lernen, und wie man sich in der Wildnis bei einer Begegnung richtig Verhält. Da das Ticket mehrfach verwendet werden kann, und an zwei aufeinander folgenden Tagen gültig ist, werden wir am Abend oder morgen nochmals vorbeischauen.

Jetzt wollen wir aber in den Yellowstone National Park. Unser erster Weg führt Richtung Gardiner in den Norden.

Am Eingang, gibt es wie immer die Informationsbroschüre mit Karte über den Park. Hier noch die Karte um einen Überblick zu bekommen.

Zwischen Norris und Mammoth Springs hat es eine Baustelle, aber wir haben Glück und können direkt durchfahren. Die Baustelle ist 7 Meilen lang, und es kann schon zu einigen Verzögerungen hier führen.

Über aktuelle Strassenverhältnisse oder sonstige wichtige Informationen, kann man sich immer im Internet auf der Nationalparkseite schlau machen, oder bei einem Ranger vor Ort.

Es ist merklich kühler geworden. Aber das stört uns nicht, denn wir haben ja gute Kleider dabei. Oberhalb von Mammoth hot springs kann man auf eine Einbahnstrecke abzweigen, zu der Upper Terraces Area. Von dort oben kann man auf das Städtchen hinunterschauen. Der Schwefelduft liegt in der Luft, was hier überall einfach dazugehört. Man kann hier oben auf Stelzenwegen durch das Areal streifen.

Unbedingt immer auf den Wegen bleiben, denn die Natur hier ist sehr empfindlich und das Wasser in den Tümpeln und Löchern sehr heiss.

Für grössere Ansicht könnt Ihr die Bilder anklicken

Mammoth Hot Springs ist der Haupt- und Verwaltungsort des Yellowstone Nationalparkes. Seinen Namen verdankt er den nahegelegenen Sinterterrassen und heißen Quellen.Wir sind hier auf 1902 m.ü.M.

Das Visitor Center war früher das Fort Yellowstone und der Sitz der US Truppen, die den ersten Nationalpark der Welt beschützten und später dann durch den National Park Service abgelöst wurde. Diese Gebäude werden gerade umgebaut, aber uns stört dies nicht. Wir holen uns Informationen und weiter geht es zum bekannten Liberty cap und den Sinterterrassen und heissen Quellen. Jetzt schauen wir uns das ganze von unten an, was wir vorhin von oben gemacht haben.

Jedesmal sieht es hier anders aus, da sich laufend alles verändert durch die Geothermie. Es führen Stege über das Areal, die man nicht verlassen darf. Hier wimmelt es nicht nur vor Touristen sondern auch von den allgegenwärtigen Wapitis (engl. Elk), die gerade in der Brunst sind, und denen man besser nicht zu Nahe kommt.

Liberty Cap

Um den vielen Touristen zu entfliehen, machen wir uns auf Richtung Lamar Valley... Wir sehen viele Tiere wie Pronghorns, Bisons, Big Horn Sheeps und Raben, leider keine Wölfe.

Schnee liegt in der Luft und man kann ihn gut auf den Bergen, am Horizont erkennen.

 

Dieses Jahr ist der Grand Loop noch offen und wir entscheiden uns Richtung Mount Washburn zu fahren. Von der Strasse aus kann man den Feuerturm auf dem Washbourne, deutlich sehen, er liegt auf 3122 m. Hier ist das Gelände ganz anders, keine Prärie, sondern alles voller Bäume. Leider sind auch viele verbrannte darunter von den grossen Waldbränden in anderen Jahren. Aber hier gehört dies zur Natur, und die Tiere haben gelernt damit zu leben.

Von den heissen Quellen ist nicht viel zu sehen. Und auch die Bisons sind nicht so gross, denn es sind Waldbisons.

Langsam wird es Abend und wir kommen zurück Richtung Gysire und West Yellowstone. Ein traumhaft schöner Sonnenuntergang beendet diesen wunderschönen Tag. Nach einem guten Abendessen im Restaurant der Three Bear Lodge fallen wir müde ins Bett und lassen den Tag nochmals Revue passieren.

 

9. Tag 02.10.2014 West Yellowstone (Montana) - West Yellowstone (Montana)

 

Wir frühstücken im Restaurant von der Three Bear Lodge, nach dem tanken machen wir nochmals einen Abstecher ins Grizzly and Wolf Discovery Center. Dann fahren wir Richtung Canyon Village im Yellowstone.

Der Morgen ist kühl aber trocken, unser Fleece mit dem Regenschutz ist ein optimaler Schutz und für die Mützen sind wir wirklich dankbar. Das Zwiebelprinzip ist wirklich optimal und wir sind voller Vorfreude auf den neuen Tag. Immer wieder halten wir an und machen Fotos. Unser Weg führt uns zum Grand Canyon of the Yellowstone zum Upper and Lower Falls. Vom Artist Point und dem Inspiration Point hat man eine super Aussicht auf diese zwei imposanten Wasserfälle, und die tiefe Schlucht, durch die sich der Yellowstone River bereits hinein gegraben hat.

Immer wieder kreuzen einzelne, oder manchmal sogar ganze Herden Bisons unseren Weg, und verursachen Staus auf den Strassen, die so typisch für den Yellowstone sind. In diesen Momenten ist man gut daran beraten, den Tieren den Vortritt zu lassen und diese aus sicherer Entfernung zu beobachten, auch wenn man noch so gerne näher an diese wunderschönen Tiere heran möchte. Man darf nie vergessen es sind Wildtiere und man sollte diese nicht unterschätzen, Respekt gegenüber diesen Tieren und der Landschaft gegenüber ist wichtig damit man noch lange diesen tollen Park besuchen und geniessen kann.

Jetzt wollen wir aber weiter ein kurzer Abstecher zum Norris Basin bevor es zum Grand Prismatic geht.

Das grosse Highlight ist natürlich der Grand Prismatic von oben. Hierhin kann ich leider nicht mit, da mein Knie nicht mitspielt. Um diesen Ausblick zu erhalten muss man quer durch den Wald den Hügel erklimmen. Ab Sommer 2017 gibt es einen offiziellen Aussichtspunkt von wo aus man genau diese Aussicht geniessen kann. Von unten sieht man meistens die tollen Farben gar nicht.

Die Zeit verfliegt nur so und es wird schon wieder langsam Abend. Also weiter zum Old Faithful. Uns plagt der Hunger und wir fragen spontan im Old Faithful Inn nach einem Tisch, und tatsächlich bekommen wir einen Tisch, obwohl normalerweise eine Reservierung nötig ist. Es ist ein Hotel und Restaurant aus dem Jahre 1904 und gilt als Historic Landmark. Das Gebäude ist einzigartig und wirklich einen Besuch wert, es ist ganz aus Holz gebaut und hat einen grossen steinernen Kamin in der Lobby. Man sollte sich undingt die Zeit nehmen und die Atmosphäre hier einmal zu geniessen. Laut einer Sage spukt es im Hotel, ob es hier wirklich spukt?

Wir freuen uns jetzt über unseren Tisch, und dass es wirklich geklappt hat, hier zu Abend zu Essen. Das Essen ist ausgezeichnet, wenn auch nicht ganz günstig.

Ein wunderschöner Tag neigt sich seinem Ende zu. Da es schon stark eindunkelt, müssen wir mit bedauern feststellen, dass wir den Old Faithful verpasst haben. Es wird immer dunkler und kälter. So fahren wir zum letzten Mal in unser cooles Hotelzimmer. Morgen soll es Richtung Seattle gehen.

 

10. Tag 03.10.2017 West Yellowstone (Montana) - Missoula (Montana)

 

Wir frühstücken ein letztes Mal im Restaurant der Three Bear Lodge bevor wir uns nach einem Tankstopp auf den Weg Richtung Nordwesten machen. Es hat -6°C aber es ist wieder ein toller Morgen .

Zuerst geht es durch viel Wald, durch den Gallatin NF, bevor dann eine lange, eintönige Strecke kommt.

In Butte, einer alten Minenstadt machen wir einen Zwischenstopp. Wir besuchen die Berkeley Pit, hier wurde jahrelang Kupfer abgebaut. Die Pit ist 1600x800m gross und ca 540m tief. Heute hat sich das Grundwasser (ca. 120 Millionen m3) den grössten Teil der Mine wieder zurückgeholt. Das Wasser ist dadurch stark mit Schwermetallen angereichert.

Diesem Ort sieht man an, dass seine grosse Bütezeit schon lange vorbei ist, ob Sie je wiederkommt, weiss niemand.

Oberhalb des Ortes erinnert ein Denkmal an das grösste Grubenfeuer. Dabei verloren am 8.6.1917, 168 Männer aus allerherren Länder ihr Leben.

Spontan entschliessen wir uns, über den 1er über Philipsburg zu fahren, da die Strecke als sehr schön markiert ist. In Philipsburg sieht Roger einen Abzweiger Richtung Granite Ghost Town, dass weckt unseren Abenteuergeist, und wir müssen uns dies unbedingt ansehen. Beim Abzweiger in Philipsburg Richtung Granite weist uns das Schild darauf hin, dass es auf eigenes Risiko ist, es wird also richtig abenteuerlich. Aber das schreckt uns ganz und gar nicht ab, also nichts wie los.

Schon zu Beginn des Weges, sehen wir das erste Autowrack, und uns schwant Böses. Die Strasse führt immer weiter hinauf, wird schmaler und schmaler, keine Chance zum umdrehen, keine Ausweichstelle wir fragen uns schon, ob es eine gute Entscheidung war hierherzufahren, und ob hier überhaupt noch was kommt, denn bisher sehen wir gar nichts. Bei der nächsten Gelegenheit wollen wir umkehren. Und dann kommt das erste verfallene Gemäuer und uns packt die Entdeckerlust.

Granite war eine reiche Silberminenstadt. Zu ihren Glazzeiten, hatte Sie über 3000 Einwohner, was heute kaum vorstellbar ist. Es hatte eine grosse Miners Union Hall, und über 18 Saloons. Eine Bank ein Spital und eine Kirche. Als 1893 der Silberpreis zusammenbrach, blieben nur noch 140 Einwohner. Heute lebt niemand mehr hier oben. Auf Tafeln steht immer wieder etwas über die Geschichte der Stadt, es ist auch beschrieben, was diese Mauern einmal beherbergten und wie es hier zu und her ging.

Wir waren wirklich dankbar, dass uns kein anderes Auto auf diesen Strecke entgegengekommen ist und wir wieder heil unten angekommen sind. Dem Auto sieht man die Strapazen wirklich an, aber nichts was mit einer Autowäsche nicht zu beheben wäre. Nun wollen wir uns aber noch Philipsburg anschauen. Es ist eine typische amerikanische Kleinstadt. Sie wird liebevoll renoviert und man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt.

Ob Granite auch mal so farbenprächtig und verschlafen war? Oder vielleicht verruchter mit seinen 18 Saloons? Es wäre schon spannend wenn man in der Zeit zurückreisen könnte. Unser Weg führt heute noch bis Missoula wo wir in einem Best Western Motel übernachten. Zum Abendessen geht es in die Mac Kenzie River Pizza Companie, eine coole Pizzeria mit gutem Essen.

 

11. Tag 04.10.2017 Missoula (Montana) - Coeur d’Alene (Idaho)

 

Das Motel haben wir gestern Abend noch online gebucht, da es ja Samstag ist und die Motels meist voll sind, dann müssen wir nicht lange suchen, falls es später wird. Der Himmel ist heute Morgen blutrot und verspricht uns einen schönen Tag.

Das Frühstück nehmen wir im Motel ein, bevor wir Richtung National Bison Range in Charlo (MT) fahren.

Im Visitor Center erfahren wir, dass ein grosser Teil der Bison Range schon wegen des nahen Winters geschlossen ist. Dafür ist der Eintritt kostenlos. Leider sehen wir keine Bisons dafür aber die Gabelböcke (Pronghorns) verschiedene Hirsch- und Reharten.

Die Landschaft wird grüner, wir fahren entlang des Clark Rivers und kommen über den Lookooutpass (1436 m), der die Grenze zwischen Montana und Idaho ist. Unser nächster Halt ist Wallace wo wir ein wenig unsere Füsse vertreten.

Wallace ist ein kleiner Ort, teils unter dem Highway gebaut, der im Pfannenstiel von Idaho liegt. Auch hier dreht sich alles um Silber. Im kleinen Minenmuseum ist allerhand Krimskrams ausgestellt, wie zb. ein kunstvoll bemalter Safe oder eine Setzmaschine. Beim Spaziergang durch die Stadt, schmunzeln wir über die Elektroalanlangen, bei dem einem Elektriker aus der Schweiz sicher die Haare zu Berg stehen würden.

Wir überqueren die letzte Zeitzone und gewinnen dadurch 1 Stunde. So bleibt uns noch genügend Zeit um einen Abstecher in den Coeur d' Alene's Old Mission State Park zu machen. Hier erfährt man viel über die Gründerzeit, denn hier wurde der Grundstein für die grösste Stadt der Gegend gelegt. Zudem stehen hier die ältesten Gebäude in Idaho.

Der Name leitet sich von der Hartherzigkeit der Indianer ab, die sich nicht von den französischen Trappern ausnehmen liessen. Hier bauten die Indianer gemeinsam mit den Missionaren diese Kirche.

Bevor es Richtung Stadt geht, machen wir noch eine kleine Ausfahrt an den Coeur D'Alene Lake. Wir staunen über die zum Teil sehr grossen und luxeriösen Häuser unad Anwesen Zum Abendessen geht es in ein Outback Steakhouse, das wie immer sehr gut ist.

12. Tag 05.10.2017 Coeur d’Alene (Idaho) - Everett (Washington)

 

Wir essen im Motel Frühstück bevor es losgeht. Heute wollen wir bis nach Everett. Unserem Auto gönnen wir eine Waschanlage, damit wir wieder "Stadttauglich" werden Eigentlich wollten wir nicht über den 20er sondern über den 2er. Aber wir haben das Gefühl, es passt besser in unser Zeitfenster. Die ersten 140 km führen entlang von leicht hügeligen abgeernteten Weizenfelder. Man hat das Gefühl, man ist immer gleich weit, es scheint kein Ende zu nehmen.

Die Landschaft ist so öde und die Strasse so gerade, dass sogar unser Bärli einen Fahrversuch wagt.

Kurz vor Coulee City fahren wir über einen Staudamm, dort über einen Hügel (Berg) und in eine Schlucht hinein, nun wird es ein wenig grüner und plötzlich wie aus dem nichts, hat man hat das Gefühl wie wenn man ins Südtirol kommt. Alles voller Obstbäume, alles grün und es riecht sogar nach Äpfeln! Was für ein Wechsel der Landschaft.

An einem Fruchtstand kaufen wir uns frische Früchte und machen an einem wunderschönen Picknickplatz am Wenatchee River einen Picknickhalt, um uns wieder zu stärken.

Bevor wir weiter dem Fluss nach Leavenworth folgen. Inzwischen sind wir im Staate Washington ange-kommen. Leavenworth ist sehr tourisistisch und gar nicht unser Ding, denn was hat denn auch Bayern hier verloren? Es soll Touristen anlocken und die Wirtschaft stärken, was scheinbar funktioniert.Wir machen nur nur einen kurzen Zwischenhalt, bevor wir in die North Cascades einfahren, die wir auf dem Weg nach Seattle überqueren müssen. Die Fahrt ist sehr idyllisch und führt auf dem US Highway 2 entlang des Wenatchee Rivers. Der Herbst hat schon richtig Einzug gehalten, was man an den farbigen Bäumen gut erkennen kann. Die Strasse führt hinauf zum Stevens Pass der auf 1248m liegt. Für uns gibt es an den Deception Falls einen Zwischenstopp.

Wir machen einen Spaziergang in den "Regenwald" zu den wunderschönen Wasserfällen. Alles ist leicht feucht, es riecht nach Wald und Feuchtigkeit. Überall hat es Pilze, Moose und Farne. Bei den kleinen Holzbrücken muss man vorsichtig sein, da sie sehr rutschig sind. Dieser Ort hat etwas mystisches und uns hat es so richtig gut gefallen.

 

 

Bisher ist die Reise sehr eindrucksvoll und abwechslungsreich verlaufen und wir geniessen jeden Tag in vollen Zügen. Nach diesem wunderschönen Zwischenstopp wollen wir aber weiter Richtung Everett wo wir übernachten wollen. Uns ist nicht bewusst, dass heute Sonntag Abend ist, und viele Bewohner von Seattle und Umgebung das schöne Wochenende scheinbar in den North Cascades verbracht haben. Daher hat es einen enormen Stau je näher wir Seattle kommen. Wir müssen uns in Geduld üben und geniessen die schöne Landschaft umso mehr, die an uns vorbeizieht. Diese Landschaft erinnert stark an das Engadin/ Bündnerland.

Heute finden wir erst auf den zweiten Anlauf eine Übernachtungsmöglichkeit. Das Holiday Inn, dass wir zuerst angefahren haben, hat keine Zimmer mehr frei. Wir wurden dann gegenüber im Best Western Cascadia Inn fündig. Wir beziehen unser Zimmer, und gehen zu Dennys zum Znacht, der neben dem Motel ist. Wieder ist ein wunderschöner Tag zu Ende gegangen.

 

13. Tag 6.10.2014 Everett (Washington) - Seattle (Washington)

 

Unser Übernachtung haben wir bereits von hier aus gebucht. Es ist das Holiday Inn Seattle Downtown in der Nähe der Space Needle. Denn wir wollen den ganzen Tag mehr oder weniger unterwegs sein.

Nach einem Frühstück im Best Western, führt unser erster Weg zu den Boing Werken in Everett. Wir wollen eine Tour mitmachen und sind schon sehr gespannt darauf.

Die Tour dauert 90Minuten und ist in englisch . Zuerst gibt es einen Film über Boing und dann muss man Handys und Kameras abgeben. Man wird mit einem Shuttelbus (in das grösste Gebäude der Welt, wenn man vom Volumen ausgeht) von Station zu Station gefahren und kann in die verschiedenen Stationen sehen. Wie diese grossen Vögel zusammengebaut werden. Boing ist der grösste Arbeitgeber in der gazen Area, und insgesamt arbeiten über 14'000 Leute hier. Die Tour ist wirklich sehr intressant, eindrücklich und sehenswert, wenn manchmal auch ein wenig schwierig zu verstehen. Nach der Tour kann man sich noch in einer Gallerie umschauen wo auch Triebwerke, Heckflügel und ein Cockpit zu besichtigen sind.

Wir haben noch immer nicht genug von Flugzeugen und fahren quer durch die Seattle zum Museum of Flight. Um 12.00 Uhr treffen wir endlich dort ein. Die Fahrt war geprägt mit viel Verkehr und Stau, halt eine richtige Grossstadt.

Aber der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn das Museum ist super schön gemacht. Es gibt verschiedene Sektionen wie WW1 , WW2, Raumfahrt usw. auf dem Flugfeld kann man sogar diverse Fluggzeuge besichtigen wie eine Concord, eine alte Air Force One und in die erste 747 die gebaut wurde, und die Innen keinen Ausbau hat, und die nur zu Testzwecken geflogen wurde.

Inzwischen ist es bereits 17.00 Uhr geworden und wir staunen nicht schlecht wie schnell die Zeit heute Nachmittag verflogen ist. Der Mount Rainier ist kaum zu erkennen, denn es ist sehr dunstig.

Wir kämpfen uns durch den immensen Verkehr in die Stadtmitte, zu unserem Motel, wo wir unser Zimmer beziehen und dann das Auto stehen lassen für $15.00 pro Tag. Denn hier kann man fast alles zu Fuss erreichen.

Wir sind mega hungrig, aber wir wollen noch zur Space Needle vielleicht gibt es ja dort was zu Essen. Das Essen im Restaurant, oben ist sehr teuer, daher wollen wir einfach nur den Sonnenuntergang auf der Plattform geniessen. Die Nadel ist 184 Meter hoch und der Lift braucht 41 Sekunden bis zur Plattform. Er wurde 1962 zur Weltausstellung gebaut. Seither gehört die Space Needle zur Skyline von Seattle und ist nicht mehr weg-zudenken.

Schon auf dem Weg, zieht uns die Space Needle in ihren Bann. Es ist eine klare Vollmondnacht.

Der Sonnenuntergang macht uns sprachlos, es ist unglaublich schön.Der Himmel brennt und die Skyline beginnt zu leuchten je dunkler es wird, und jemehr Lichter angezündet werden. Dieser Ausblick hat sich gelohnt. Auch wenn wir noch immer hungrig sind. Mit unserem Eintritt können wir innert 24 Stunden nochmals auf die Space Needle das werden wir sicher machen.

 

Inzwischen ist es dunkel geworden und es wird bereits recht kühl. Es hat sich wirklich gelohnt diesen Sonnenuntergang hier zu erleben.

Nun müssen wir aber unbedingt etwas essen. Rund um den Space Needle finden wir kein offenes Restaurant, denn viele Restaurants haben bereits geschlossen. Also laufen wir zurück zu unserem Motel, das nur ca 10 Minuten entfernt ist, dort ist der Emerald Grill, direkt beim Motel, dort gönnen wir uns Burger und Pommes. Wirklich sehr lecker und sehr schön angerichtet.

Der Tag war lange und anstrengend und so fallen wir todmüde in unser Bett.

 

14. Tag 7.10.2014 Seattle - Seattle

 

Heute ist Sightseeing angesagt, wir wollen Seattle zu Fuss erkunden , und uns unterwegs ein Frühstück gönnen. Wir haben gelesen, dass es bei Top Pot Hand Forged Doughnuts die Besten Doughnuts geben soll, das müssen wir natürlich unbedingt ausprobieren. Wir können es kaum glauben, als wir unvermittelt vor dem Lokal stehen. Also gibt es hier Frühstück und wir sind alle wirklich begeistert. Die Doughnuts sind wirklich super lecker, es gibt eine Riesenauswahl und die Lokalität ist sehr schön gemacht. Wir kaufen uns sogar T-Shirts, weil uns das Logo so gefällt.

Nach diesem kultigen Stopp, geht es quer durch die Innenstadt zu der Underground Tour, im Pioneer District, ca. 35 min von unserem Hotel entfernt. Hier hat Seattle's Geschichte einmal angefangen

Der Weg führt am Metallmann SAM (Seattle Art Museum) und den zum Teil wirklich sehr schönen Häusern vorbei. Immer wieder fallen uns die teilweise kleinen Starbucks Coffeeshops auf, was kaum verwundert, denn hier begann 1971 mit der Eröffnung des 1. Starbucks die Erfolgsgeschichte der Firma.

Heute ist es nicht so schön sonnig wie gestern, alles liegt leicht im Nebel und wir haben sogar das Gefühl, dass evt noch anfangen könnte zu regnen.

So gegen 11.00 Uhr treffen wir dann bei der Underground Tour ein, lösen ein Ticket für die nächste Führung,, und warten gespannt auf den Beginn.

Die Besiedelung Seattles begann 1852 hier im Pioneer Square.

In der Führung, sie dauert ca. 75Minuten, erfährt man wirklich viel über die Entstehung Seattles, über den grossen Brand, der einen sehr grossen Teil der Stadt vernichtete und warum man einfach über die alte Stadt die Neue baute. Es wird über die Puffmutter Mother Damnable erzählt, wie sie Geld verliehen hat, und damit Reich wurde, über Mord und wie es in den alten Zeiten zu und her ging. Man kann durch alte Keller gehen und unterirdische Strassen die früher das ehemalige Seattle beherbergten, und die man lange Zeit fast vergessen hatte. Zwischendurch kommt man immer wieder an die Oberfläche, weil nicht nicht mehr alles erhalten ist. Wenn man ein wenig über die Entstehung und die Geschichte der Stadt erfahren möchte, dann ist dies wirklich ein tolles Erlebnis.

Das Ende der Tour ist wieder dort, wo alles begonnen hat, im alten Saloon. Es hat einen coolen Souvenirshop, indem es auch allerhand kurioses zu sehen gibt.

Das Wetter hat ein wenig aufgeklart, und wir wollen zum Sky View Observatory, von wo aus man einen tollen Blick über Seattle hat. Da es trotzdem nicht ganz sichtig ist, beschliessen wir, mit dem Lift nur bis in den 40igsten Stock zu fahren., dort gibt es einen Starbucks der frei zugänglich ist. Erst ab da kostet es, wenn man in den 73igsten Stock will. Wenn die Sicht, wie heute, nicht ganz optimal ist, dann ist das Starbucks sicher eine gute Alternative. Wir holen und eine Stärkung und setzen uns ans Fenster und geniessen die Aussicht auch von hier.

Nach dieser Stärkung machen wir uns wieder auf die Socken. Wir spazieren durch die Stadt und schauen uns am Hafen um. Entlang der Bay führt unser Weg zum bekannten Pike Place Market. Seit 1907 gibt es diesen Markt der einer der ältesten in den ganzen USA ist. Viele Fischstände, Gemüse und auch handwerkliche Sachen sind hier vertreten, er ist an 365 Tage im Jahr geöffnet, und es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

Nach vielen Irrwegen kommen wir dann mit inzwischen brennenden Füssen, wieder bei der Space Needel an. Wir möchen uns noch das EMP (Experience Music Project Museum) anschauen. Dass Gebäude sieht sehr speziell aus. Es wird von den Einwohnern scherzhaft als "Blobb" bezeichnet. Es ist in diverse Abschnitte unterteilt, und ist noch lustig gemacht, es gab Exponate aus diversen Filmen, teils konnte man Musik machen oder Interaktiv agieren. Aber unserer Meinung nach war der Eintritt zu teuer.

Jetzt dürfen wir aber nochmals auf die Space Needle dieses mal bei Tag. Diesere Ausblick lohnt sich wirklich.

Es wird schon wieder Abend, und wir begeben uns müde und mit brennenden Füssen zurück zum Motel, wo wir nochmals im Emerald Grill zu Abend essen. In einer so grossen Stadt macht man schnell viele Kilomter und man kann sehr viel sehen und entdecken, wenn man zu Fuss unterwegs ist. Hier noch einige Impressionen von unserem Rückweg.

15. Tag 8.10.2014 Seattle (Washington ) - Vancouver (Washington)

 

Kevin hat das Tablet vor 3 Tagen in Everett liegen lassen, nun müssen wir noch einen kurzen Abstecher zurück machen, aber wir hatten ja Glück, dass das Hotel Personal es auf die Seite gelegt hat.

Da wir eh schon in Everett sind, essen wir hier im Dennys Restaurant noch Frühstück, bevor wir uns Richtung

Mount Rainier National Park begeben.

Das Wetter ist nicht ganz optimal alles ist verhangen. Der Weg führt durch ländliches Gebiet durch Wälder hinauf Richtung National Park. Es erinnert stark an Kanada und wir sind teilweise fast alleine unterwegs.

Der Mount Rainier ist ein aktiver Vulkan, und mit 4.392 Metern der höchste Gipfel der Kaskadenkette und des Bundesstaates Washington, einer der Gründe weshalb wir ihn uns doch aus der Nähe anschauen wollen.

Leider hat hier oben bereits alles geschlossen, wegen den Wintervorbereitungen.

Hier oben sind wir auf 1950 m. Es hat wirklich nicht mehr viele Parkbesucher in dieser Jahreszeit. Dafür sieht man viele Vögel, Streifenhörnchen ja sogar ein Wiesel kreuzt unseren Weg. Wir spazieren ein wenig durch den Wald, für eineWanderung bleibt uns keine Zeit, denn es liegt ja noch eine recht lange Fahrstrecke vor uns.

Je weiter wir hinunter fahren desto schöner wird das Wetter. Wir fahren durch den Gifford Pinchot National Forest. Bis wir zum Mayfield Staudamm kommen. Dieser Staudamm wird zur Stromgewinnung genutzt, auch hier bietet sich eine kurze Pause richtig an.

Der Verkehr nimmt immer stärker zu, je näher wir Vancouver kommen. Vancouver (Washington) liegt auf der nördlichen Seite des Columbia Rivers, fast bei Portland (Oregon) der hier die Grenze zwischen Oregon und Washington ist. Hier werden wir im Holiday Inn Vancouver Mall übernachten. In der nahen Mall entdecken wir ein ein Outback Steakhouse, worüber wir uns sehr freuen. Damit wäre das heutige Abendessen auch gesichert.

 

16. Tag 9.10.2014 Vancouver (Washington) -Albany ( Oregon)

 

Der heutige Tag führt uns in die Clumbia River Gorge eine wirklich sehr schöne Strecke, die entlang des Columbia Rivers führt, sie gilt als National Scenic Area. Von 1913 bis 1922 wurde der Historic Columbia River Highway auf der Oregon-Seite des Columbia Rivers als touristische Straße erbaut, heute ist es ein Scenic Byway, den ein Besuch absolut lohnt.

Unser erster Stopp galt einem kleinen etwas verschlafenen Städtchen namens Troutdale, wo diese Strasse ihren Anfang nimmt.

Schon kurz ausserhalb der Stadt beginnt der Scenic Byway man fährt über die Sandy River Bridge und irgendwie ist es, wie wenn wir in einer andereren Zeit angekommen wären. Man ist fast ganz allein unterwegs und alles sieht sehr mystisch aus. Diese Brücke müssen wir uns natürlich genauer ansehen, also parken wir das Auto, und spazieren zurück über die Bücke, ein Abstecher hinunter zum Sandy River der hier durchfliesst, darf natürlich auch nicht fehlen.

Die Fahrt geht weiter durch tiefen Wald und führt aufwärts. Entlang der Strasse scheint alles sehr dicht und von Moos überwuchert zu sein. Man sieht der Vegetation an, dass es hier viel Feuchtigkeit und Regen gibt, sie scheint undurchdringlich zu sein.

Wir fahren weiter über den Old Highway 30 in die Gorge, der nicht zu unrecht eine Scenic Route ist! Unser nächster Stopp ist beim Womens Forum Vista Point von dem wir einen schönen Blick auf den Columbia River und den Crown Vista Point haben. Leider ist es leicht dunstig. Trotzdem können wir am andern Flussufer den Staat Washington sehen.

Lancaster der Erbauer, plante diesen Highway als Scenic Highway, er sollete nicht nur als Ost-Westverbindung durch die Columbia River Gorge führen. Wegen der landschaftlich schönen Ausblicke auf den Clumbia River und der zahlreichen Wasserfälle, war er von vornherein als Touristenmagnet und Panoramastrasse gep Lancaster plante die Brücken und Tunnel der Strecke als künstlerische Bereicherungen der Landschaft, was er wirklich auch geschafft hat.

Nach einem kurzen Zwischenstopp wollen wir nun doch noch etwas höher hinaus, und zwar zum Panorama- point vom Mount Larch. Um diesen Aussichtspunkt zu erreicchen, muss man vom Historic Highway aus erstmal eine gut 14 Meilen lange kurvige kleine Teerstrasse durch den Wald an der Westflanke des Berges hinauffarhen. Dann hat es einen Parkplatz, eine Aussicht hat man allerdings von diesem Parkplatz noch nicht, dafür muss man noch einen kurzen, etwa 500m langen Pfad mit einer Menge Stufen zum Sherrard Point hochlaufen. Selbiger ist der alte Lavaschlot des Vulkans, dessen hartes Gestein jeglicher Erosion widerstanden hat und der jetzt wie ein Turm in der Mitte des Larch Mt. aufragt.

Leider ist es wirklich ziemlich dunstig und man kann die berühmten Vulkangipfel nur erahnen.Wir sind hier auf 4056 Ft. (1236Meter)