Städtetrip New York 29.04.2018 - 03.05.2018

 

USA 2018

Big Apple lässt grüssen

Wie alles begann ... Ja dieses Jahr ist alles anders. Ich durfte meinen 50-igsten Geburtstag feiern, und da wir dieses Jahr von berufswegen, sehr schlecht Ferien machen können, (Ferienstopps, Samstagsarbeit usw. ) ist es sehr schwer zusammen einen Ferienplan zu erstellen. Wir haben zwar zwei Wochen Frühlingsferien, aber ich muss am Samstag zur Arbeit, das bedeutet leider, dass wir am Freitag wieder zu Hause sein müssen. Deshalb ist es nun auch "nur" ein Städtetrip geworden.

Wir haben uns schlau gemacht über die Stadt die niemals schläft, haben uns Tipps und Tricks im Internet gesucht, und Reiseführer gewälzt ... Wir sind gespannt und doch sehr skeptisch ob uns so eine grosse Stadt auch wirklich gefallen wird. Werden wir uns als Naturliebhaber und "Landeier" in dieser Stadt wohlfühlen? Finden wir uns zurecht, oder werden wir total fehl am Platz sein? Viele Fragen haben wir uns gestellt und eine gewisse Unsicherheit ist geblieben.

 

Wir haben einen sehr günstigen Direktflug mit Swiss gefunden und uns das Roosevelt Hotel, ein historisches Hotel, in der Mitte von Manhatten ausgesucht. Zudem haben wir einen Shuttelservice bestellt, der uns vom Flughafen Newark direkt zum Hotel fährt. Erstmals werden wir mit dem Auto zum Flughafen fahren, wo wir Online den Parkplatz (Flughafen Zürich) gebucht haben. Und übers WEB haben wir uns zwei New York Pässe bestellt.

 

Irgendwo haben wir über eine ganz tolle Organisation gelesen, die Big Apple Greeter. Es ist eine gemeinnützige Organisation, bei der man sich um einen lokalen Fremdenführer bewerben kann, der / oder die Fremdenführer/in zeigt dann die Stadt aus Sicht eines New Yorkers. Das wollten wir dann unbedingt auch nutzen. Also haben wir uns zuerst mal mit den verschiedenen angebotenen Touren vertraut gemacht, und uns dann angemeldet. Tatsächlich wurde uns nach ca. 2 Wochen unser Guide Bruce Rich zugeteilt. Schon vor unserer Reise, haben wir uns mit ihm über Mail ausgetauscht, und konnten so einige Wünsche, was uns interessiert und was wir gerne sehen würden, platzieren ...

Und nun kann unser Trip wirklich beginnen... so let's go

Sonntag 29.April 2018

 

Es hat einen speziellen Grund, weshalb wir erst am Sonntagabend fliegen. Kevin fliegt heute, für 2 Wochen im Rahmen einer schulischen Intensivwoche zu einem Sprachaufenthalt nach England. Somit können wir alle zusammen auf den Flughafen fahren. Sein Flug geht um 15.50 Uhr mit British Airways nach London Heathrow und unser Flug folgt dann um 17.20 Uhr nach Newark. Kevin hat um 13.30 Uhr Besammlung mit seinen Schulkollegen und wir können kurz vorher noch unser Gepäck abgeben bevor wir uns dann verabschieden.

 

Wir haben noch Zeit um in aller Ruhe etwas zu trinken, bevor es dann auf den Weg ans Gate E geht. Die Kontrollen gehen rasch vonstatten ... es ist extrem ruhig hier hinten, der grosse Ansturm ist ja bereits vorbei.

Wir sind die Ersten dort, und können sogar zu sehen, als Kevin mit 'seinem' Flieger am Gate E vorbeirauscht und am Horizont verschwindet - ein 'komisches' Gefühl, wenn die Familie an verschiedene Orte verreist ...

 

Auch die kurze obligate USA-Fragerunde geht kurz und schmerzlos über die Bühne. Endlich ist es dann soweit und das Boarden beginnt, wir nehmen unsere Sitzplätze ein. Der Flieger ist bei weitem nicht voll.

Wir haben ein wenig Verspätung, aber das ist ja nicht so schlimm. Der Flug ist relativ ereignislos und ausser dem Essen das kurz nach dem Start serviert wird, gibt es nicht viel zu erzählen. Wir haben einen ruhigen Flug in die Vollmondnacht und kommen so nach 20.00 Uhr in New Jersey an.

In Newark geht die Kontrolle schnell vonstatten, ich glaube der Grenzbeamte will auch Feierabend, und wir können unseren Koffer holen. Dann machen wir uns auf die Suche nach dem ominösen Telefon, wo man scheinbar den Shutteldienst anrufen kann. Nach kurzem Nachfragen, beim Flughafenpersonal, finden wir dieses. Ich rufe die Nummer auf dem Formular an, und mir wird mitgeteilt, wo wir auf das Auto warten sollen, das wenige Minuten später auch tatsächlich eintrifft.

 

Tja die Fahrt geht in rasantem Tempo Richtung New York, die uns mit der nächtlich beleuchteten Skyline begrüsst - einfach herrlich. Dieser Fahrstil ist ganz anders als wir uns dies vom Westen her gewöhnt sind, und wir sind sicher, dass wir hier nie selber Autofahren wollen :-)

Trotzdem erreichen wir ohne Zwischenfall unser Ziel, das Roosevelt Hotel.

Blick übr Zürich Flughafen
Anflug auf Newark
Lady Liberty am Flughafen Newark
Briefkasten im Hotel Roosevelt

Wir bringen unseren Koffer in unser sehr kleines Zimmer und machen uns noch auf die Socken .... wir wollen uns noch unsere Beine vertreten und ein wenig von New York by Night sehen. Es ist ziemlich kühl und wir fragen uns, ob wir die richtigen Kleider eingepackt haben. In unserer Gegend scheint Nachts nicht so viel los zu sein. Die Rooftop Bar in unserem Hotel ist auch noch bis zur Sommersaison geschlossen, schade ....

Hier ein paar Impressionen von unserem Nachtspaziergang.

New York Public Library

Todmüde fallen wir ins Bett und sind überrascht wie ruhig es doch hier ist. Ob es wohl damit zusammenhängt, das wir im 15. Stock ein Zimmer haben, oder doch damit, das früher massiver gebaut wurde?

 

Montag 30. April 2018

 

Wir sind schon um 05.30 Uhr auf den Beinen und wollen den Tag voll auskosten. Da uns Bruce, unser Guide erst um 10.00 Uhr in der Lobby abholt, haben wir noch die eine oder andere Stunde. Also auf in die Grossstadt ... Es ist noch ruhig auf New Yorks Strassen, wir spazieren um den Block. In einem Deli bestellen wir uns Frühstück und schauen dem Treiben auf der Strasse und der 'aufwachenden' Stadt zu. Unser Weg führt uns am Helmsley Buildung weiter zur Grand Central Station und vorbei am Chrysler Building. Schon jetzt fasziniert uns die Architektur dieser Stadt, und zieht uns in ihren Bann.

Dachrinnen Chrysler Building
Chrysler Building

Das Wetter ist uns wohlgesonnen, besser als die Vorhersage... blauer Himmel.

Wir staunen über die Kontraste... Neben grossen topmodernen Glaskolossen, stehen ältere viel kleinere Bauten. Überall gibt es kleine oder auch grössere Schätze zu entdecken. Einmal sind es Strukturen in der Hausfassade in ältern Wolkenkratzern oder dann sind es die Adler am Chrysler Building. Wenn man die Augen offen hat, lässt sich vieles finden.

Ein kurzer Abstecher führt uns in die Grand Central Station. Der Bahnhof in Manhatten feierte am 1. Februar 2013 sein hundertjähriges Bestehen. Noch immer kann man die Pracht und Eleganz spüren.

Natürlich gibt es auch Restaurants und diverse Shops, sogar einen Markt mit vielen frischen Produkten

Langsam aber sicher machen wir uns, auf den Weg zurück zum Hotel, denn um 10.00 Uhr treffen wir ja Bruce, unseren Guide. Wir sind schon sehr gespannt auf die Tour die er mit uns machen wird. Wir treffen Bruce in der Lobby und zuerst erklärt er uns einmal wie das hier mit den Strassen und der U-Bahn funktioniert. Er rät uns zu einer Wochenkarte für die U-Bahn, bei der auch die Fahrten mit den Bussen enthalten sind.

Da das Wetter vorher noch so schön war, treffen wir eine falsche Entscheidung und lassen die Regenjacken im Hotel... Unser Weg führt uns am Helmsley Buildung vorbei und dann weiter zur Grand Central Station , da kennen wir uns ja bereits ein wenig aus und lauschen nun gespannt den Erklärungen von Bruce.

Das Spezielle am Helmsley Building ist, dass man sowohl als Autofahrer wie auch als Fussgänger, unten durch das Gebäude gehen bzw. fahren kann.

In der Grand Central Station lösen wir nun am Schalter die Wochenkarte, die man nur Bar bezahlen kann. Die Karte wird durchgezogen und man kann nun zu den Gleisen der jeweiligen Linien gehen. Bei uns ist es Linie grün (4/5/6)

Spezielle daran ist, dass teils Linien die Expresslinien sind, und die halten nicht überall. Wir haben uns eine App aufs Handy geladen und die funktioniert tadellos. Es gibt auch noch einen Plan zum downloaden, ich hänge hier den Link an. Ausserdem habe ich mir noch eine Offlinekarte aufs Handy geladen die Citymaps2go heisst und die einem immer zeigt wo man ist und was es alles für Sehenswürdigkeiten in der Nähe hat, bzw wie man am Besten dorthin gelangt. Sie ist sehr hilfreich, wenn man in einer unbekannten Stadt unterwegs is, und man kurzfristig die Orientierung verloren hat.

Unsere erste U-Bahnfahrt führt uns nicht so weit, nur bis ins SOHO Quartier. Der Name ist von South of Houston Street abgeleitet und zugleich eine Anspielung auf das Londoner Szeneviertel Soho. Wir fahren bis zu der Canal Street und laufen von da aus. Das Viertel diente früher vor allem der Textilindustrie und blüht heute wieder auf. Viele Hausfassaden sind aus Stahl oder Eisen, haben wunderschöne Ornamente, stehen unter Denkmalschutz und werden aufwendig sarniert. Es hat auch edle Boutiquen in die wir einen Blick werfen, um die Einrichtung zu bewundern, die teils sehr speziell ist. Sie sind zum Teil sehr grosszügig gestaltet (Loftartig) und haben spezielle Dekorationen wie zb. eine Wand voller alter Nähmaschinen.

Boutique in SOHO

Das Wetter hat sich im Verlauf des Morgens verschlechtert, und wir bereuen es, unsere Regenjacken im Zimmer gelassen zu haben. Es hat leicht zu nieseln begonnen. Zum Glück sind die New Yorker überall am bauen und sarnieren und so können wir zum Teil unter den Abdeckungen, im trockenen, laufen. Weiter geht es Richtung Little Italy nach Chinatown. Früher war Little Italy ein grosses Viertel inzwischen gehört viel ins Chinatown. Es ist eines der grössten chinesischer Gemeinden in Nordamerika. An jeder Ecke hat es chineschische Schriftzeichen, es riecht und tönt chinesisch. In einem kleinen Restaurant wärmen wir uns auf und geniessen unser Mittagessen. Kleiner Tipp die Portionen sind riesig und reichen locker für 2 Personen.

Hier einige Impressionen von unserem Spaziergang von SOHO nach Chinatowon.

Auffahrt zur Manhatten Bridge

Frisch gestärkt geht es weiter durch den Columbus Park vorbei am Städtischen Gerichtsgebäude, dass vielen sicher bekannt vorkommt, aus Film und TV Serien wie zum Beispiel Law and Order New York.

Das Manhattan Municipal Building

Weiter geht es vorbei am Rathaus in der Nähe der Brooklyn Bridge weiter Richtung One World Trade Center und 9/11 Memorial. Die Geäude sind sehr verschieden und ziehen uns in ihren Bann, überall gibt es etwas zu entdecken, man muss nur die Augen offen halten.

Wir machen einen kurzen Abstecher in die Oculus, er ist der neue World Trade Center U-Bahnhof und der teuerste der Welt. Er ist riesig und sieht ein wenig wie ein Truthahn an Thanksgiving aus, nachdem man alles Fleisch abgenagt hat. Diese Aussage kam von Bruce unserem Führer. Dieser Bahnhof verbindet New Jersey mit Manhatten und viele Pendler nutzen diese Möglichkeit ins Herz Manhattens zu kommen.

Gleich daneben ist das 9/11 Memorial es sind zwei Brunnen mit allen Namen der Opfer des furchtbaren Ereignisses. Diese zwei Brunnen symbolisieren die eingestürzten Türme. Daneben ist auch das Museum, dass wir uns am folgenden Tag ansehen wollen.

Vorbei an weiteren Hochhäusern und alten Kirchen, wie der Trinity Church bis hinunter an die Wallstreet zum bekannten Charging Bull im Financial District. Leider hat es dort soviele Leute, dass kein gutes Foto möglich ist. Inzwischen ist es schon Nachmittag geworden und Bruce hat uns einen ersten Eindruck von dieser grandiosen Stadt gegeben. Es geht Richtung Subway und Bruce gibt uns die letzten hilfreichen Tipps für die nächsten Tage bevor er sich in der Grand Central Station von uns verabschiedet. Eigentlich wollen wir nur kurz ins Hotel duschen, uns umziehen und kurz die Füsse hochlegen, bevor wir uns wieder in das Stadtleben stürzen wollen, inzwischen ist es 17.30 Uhr geworden, und wir haben stolze 27 km unter unsere Füsse gebracht.

Aber meistens kommt es anders als man denkt ... und wir schlafen ein und erwachen erst wieder mitten in der Nacht. Nichts mit Nachtleben, aber Morgen ist ja auch wieder ein Tag....

 

Dienstag 01.Mai 2018

 

Wir sind wieder sehr früh wach, so gegen 6.00 nicht verwunderlich.... uns kann nichts halten und wir wollen wieder was erleben...In der Grand Central Station holen wir uns einen Kaffee und ein Croisant und suchen uns die passende U-Bahnlinie. Heute soll es zur Brooklybridge gehen, die erste Idee die wir haben erweist sich als nicht ganz so gut. Bruce hat uns gesagt wir sollen vor der Brücke aussteigen und dann hin und zurück laufen, wir wollten es aber besser wissen und sind direkt nach Brooklyn gefahren und dort ausgestiegen. Tja so einfach ist es von hier aus nicht und wir haben schon einige überflüssige Meter gemacht, weil wir plötzlich Richtung Autoauffahrt gelaufen sind. Eine nette Polizistin hat uns dann aber den Weg erklärt und wir haben den Aufgang dann doch noch gefunden.

Aufgang zur Brooklynbridge

Für die Fussgänger und Radfahrer hat es einen speziellen Aufgang, der leicht nach oben führt. Wir befinden uns nun über dem Strassenverkehr. Die Brücke ist auch schon zu dieser Zeit stark befahren. Wir sind zum Teil schneller zu Fuss unterwegs als die Autos unter uns.

Nun liegt die Skyline von Manhatten vor uns und es ist atemberaubend. Da braucht es gar keinen Text dazu einfach geniessen.

Blick auf die Manhatten Bridge

Die Brooklyn Bridge ist eine der ältesten Hängebrücken in den USA. Sie überspannt den East River und verbindet die Stadtteile Manhattan und Brooklyn miteinander. Die Länge der Brücke beläuft sich auf 1825 m Auch auf der Brücke gibt es ein Polizeiaufgebot mit zwei Polizisten in 3-Rad-Autos, die hier von der Grösse her gut hinpassen. Also ist der Polizist im Smart (siehe weiter oben) doch nicht der Revier-Looser ... ;-)

Kunst an der Brüstung

Die Skyline dieser Stadt ist wirklich beeindruckend. Es ist noch ruhig, die Sonne scheint und so geniessen wir die Ausssicht in dieser Morgenstunden sehr.

Immer näher kommen wir der Stadt und bestaunen die Gebäude die zum Teil sehr speziell sind.

Wir schlendern am Rathaus vorbei durch den City Hall Park Richtung 9/11 Memorial. Einen Abstecher machen wir in die Oculus. Es ist ein Bahnhof und wir sehen, dass es einen Aufgang zum One World Trade Center gibt. Das müssen wir uns genauer ansehen.

Das WTC ist das höchste Gebäude auf dem amerikanischen Kontinent. Es hat noch praktisch keine Leute, es ist ja auch noch früh am Morgen, also ideal für einen Besuch. Da wollen wir nun aber hoch, der Fahrstuhl fährt in 47 Sekunden die 102 Stockwerke hoch. Hier oben ist die Aussicht einfach atemberaubend.